Montag, 26. Januar 2015

|Rezension| "The Madman's Daughter" von Megan Shepherd

The Madman's Daughter | Megan Shepherd | Blazer & Bray | Englisch | Hardcover | ca. 13€ | Kaufen?

  
Sixteen-year-old Juliet Moreau has built a life for herself in London—working as a maid, attending church on Sundays, and trying not to think about the scandal that ruined her life. After all, no one ever proved the rumors about her father's gruesome experiments. But when she learns he is alive and continuing his work on a remote tropical island, she is determined to find out if the accusations are true.

Den Rest erspar ich euch vom Klappentext, weil ich persönlich finde, dass es zu viel spoilert^^

Zum Ende hin hab ich dann auf eines dieser creepigen Lieder umgeschwenkt, die man so auf Youtube findet, aber die guten Zeit in diesem Buch wurden von diesem Lied bgleitet. Florence and the Machien sind ja meine persönliche Nummer eins wenn es um Buchmusik geht!


Hmm…so ganz weiß ich nicht was ich zu diesem Buch schreiben soll, und irgendwie habe ich trotzdem so viel zu sagen. Mir fehlen aber die Worte, obwohl das Buch gar nicht so bemerkenswert gut oder schlecht war, dass dieses gerechtfertigt werden würde. Ich weiß einfach nur nicht wirklich, was ich zu diesem Buch sagen soll. 

The Madmans Daughter war ein Nikolausgeschenk von meinen Großeltern. Ich hatte das Buch schon vorher immer bemerkt, alleine schon weil ich das Cover wirklich sehr, sehr schön finde. Irgendwie hatte ich geglaubt, dass es in Schottland spielen würde, und habe daraufhin nachdem einfach mal dazu gegriffen, da ich total Lust auf Schottland hatte.


Sobald das Buch aufgeschlagen war, bin ich wirklich sehr, sehr schnell in die Geschichte reingekommen. Es spielt zwar leider nicht in Schottland, aber dafür konnte mich Shepherds Schreibstil in ein vergangenes England entführen, an ein abgelegenes College, zu einem Mädchen namens Juliet. Ich muss sagen, ihr Schreibstil ist wirklich schön. Nicht, weil er so blumig oder außergewöhnlich ist, aber er schafft es irgendwie, genau die richtigen Worte und Gedanken zu finden, um eine Situation passend zu beschreiben. Ich empfand dass Buch wirklich als sehr angenehm zu lesen und auch viele Zitate und Passagen sind mir einfach auch nach dem Lesen im Kopf geblieben.

Die Story beginnt damit, dass wir Juliet begegnen. Sie lebt als Putzkraft an einem College für Medizin. Ihr Leben ist wirklich sehr bescheiden, denn wenn sie nicht gerade putzt, wird sie von einem Perversen Doktor belästigt oder bekommt durch ihre beste Freundin Lucy zu spüren, wie ihr Leben vorher war. Denn Juliet ist eigentlich ein wirklich sehr intelligentes Mädchen, dass bestens Bescheid weiß über Medizin und Biologie, ein Mädchen, das eigentlich einmal die Tochter des berühmtesten Arztes Englands war, bevor diesem Vorgeworfen wurde, verbotene Experimente durchzuführen und er untertauchen musste. Nach dem Tod ihrer Mutter muss sich Juliet nun so durch Leben schlagen. Dann allerdings taucht ein alter Freund auf und sie erfährt, dass ihr Vater auf einer australischen Insel lebt. Kurzer Hand beginnt sie, mit dorthin zu reisen, um zu beweisen, dass ihr Vater eben kein „Madman“ ist.


 Juliet war anfangs so eine verdammt sympathische Protagonistin! Ich mochte sie wirklich gerne. Sie war so die typische unabhängige Frau, die gerne arbeiten möchte und studieren will, die auch ein Problem hat ein Messer zu was anderem als zum Brotschneiden zu benutzten. Wirklich, sie war klug und kein kleine Heulsuse, sondern wirklich eine angenehme Protagonistin. Das änderte sich leider ziemlich schnell, als sie anfing, in eine Dreiecksbeziehung zu kommen. Wirklich, Liebesdreieck sind der Tod für jeden Charaktere. So gerne ich Juliet am Anfang mochte, so blind und dumm und unsympathisch wird sie nachdem sie merkt dass da zwei Kerle auf sie standen. Anstatt irgendwelche tollen Schlussfolgerungen zu machen oder ihre „dunkle Neugier“ von der sie dauernd spricht in Bezug auf das Mysterium, um das es eigentlich in diesem Buch gehen sollte, zu lenken schmachtet sie nonstop die beiden Kerle an und findet es nicht schlimm mit beiden fast parallel rumzumachen. Kein Wunder das sie den „Großen Plottwist“, den ich nach 150 Seiten raushatte erst nach weiteren 200 kapiert. 

Die Nebencharaktere haben sie relativ ausgeglichen in der Sympathieskala. Es gab wirklich viele tolle Charaktere, aber zu denen kann ich leider kaum was sagen. Ihr müsst sie mit allen ihren Geheimnissen und Macken selber kennenlernen! Sollte ihr das Buch lesen, dann achtet nicht auf Juliet, der ist sowieso nicht mehr zu helfen, aber achtet auf Alice, auf Balthazar, meinetwegen auch auf die beiden schmachtenden Kerle, denn auch sie werden wirklich sehr interessant. Und natürlich auf einen bestimmten Typen *hust hust spoiler spoiler* VERRÜCKTEN Typen *hust hust*


 Ja…die Story. Schade um das Potenzial. Die eigentliche Story war wirklich richtig cool! Wenn wir nur mal kurz ein paar Aspekte der Logik und der eigentlichen Biologie über Board werfen, war die Story genial. Ich würde euch so gerne sagen, worum es geht, aber denn würde ich euch den kleinen Lesenswerten Teil dieses Buches versauen. Nur so viel: Wer es blutig, wirklich sehr, sehr  verrückt, verstörend und SELTSAM mag, kommt total auf seine Kosten. Es ist wirklich manchmal so verstörend, dass man erst eine Pause vom Lesen braucht, so empfinde ich es jedenfalls. Naja, wie gesagt: Es gibt zu diesem Teil der Story wirklich sehr viel Potenzial, krasse Ideen und unglaubliches Ideenreichtum. Leider wird auch dass durch eine klischeehaft Dreiecksbeziehung etwas unterdrückt, wobei vor allem zum Ende hin sich diese total abgedrehte Story wieder an die Oberfläche kämpft. Gott, ich möchte dass so gerne ordentlich belegen, kann ich aber leider nicht. Lest das Buch!

 
Joa, das Ende sollte wahrscheinlich traurig sein, Herzzerreißend und episch. Also ich muss sagen, ich hatte meine Moment, wo ich es wirklich spannend fand, aber der Part, wo es traurig werden sollte…ich weiß nicht, ob es an mir oder an den Bücher liebt aber sowohl hier als auch bei The Young Elites konnte ich bei dem eigentlich traurigen Ende nur knapp einen Lachflash unterdrücken. Nennt mich herzlos, aber ich fand das Ende einfach nur zum totlachen. Wenigstens bekommt jeder, was er verdient. Das finde ich immer wirklich gut^^


Würde ich dieses Buch empfehlen? Bedingt. Es war wirklich kein schlechtes Buch. Der Schreibstil hat eine geniale Atmosphäre aufgebaut und ein sehr creepiges, schauriges Bild vor meinem Augen entstehen lassen. Die Grundidee war total abgedreht aber unglaublich interessant dargestellt. Wirklich, mutig sowas zu versuchen, es hat zwar logisch überhaupt nicht hingehauen, aber es hat mich geschockt und gefesselt, und darauf kommt es an. Doch so gerne ich diesen Teil mochte, so steht dieser genialen Grundidee doch eine nerventöten Protagonistin, ein unnötiges, klischeehaftes Liebesdreieck und Vorhersehbarkeit gegenüber. Trotzdem, versucht euch an dem Buch. Es hat mir trotz allem grandios unterhalten, und auch wenn es kein rundum gutes Buch war, vergebe ich 3,5 Sterne für gutes Potenzial, eine schöne Grundidee und wenigstens im Bezug auf den gescheiterten Versuch eines Leibesdreieckes, eine gewissen Unterhaltungsfaktor. 


Kommentare:

  1. Also von dem Buch habe ich ja auch schon einiges gehört und besonders auf Youtube gesehen, aber mich hat das nie wirklich angesprochen...irgendwie bin ich auch froh, dass ich es mir nicht zugelegt habe :D Obwohl deine Rezension mich schon neugierig gemacht hat *grübel* Naja, irgendwann vielleicht mal :D

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    1. Ja, ich hab irgendwie schon viele Leute es kaufen sehen, aber irgendwie hat es kaum wer gelesen :D Aber naja, es ist wirklich kein Buch, das man kaufen müsste, und die anderen Teile sollen noch schlechter sein...Nein Danke!
      Haha, vielleicht wird es ja ne Schatzkistenrezension bei dir xD Das wäre auf jeden Fall sehr unterhaltsam^^

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  2. Also irgendwie bin ich ja jetzt bei deiner Rezension neugierig geworden (die übrigens sehr gut ist, man merkte gar nciht, dass es dir schwer gefallen ist, Wörter für das Buch zu finden).
    Das Buch hört sich irgendwie nach etwas für mich an, auch wenn ich nervige Charaktere nciht mag, aber ich liebe tolle Nebencharaktere, da gebe ich bei einem Buch immer Pluspunkte!
    Ich behalte es auf jeden Fall mal im Auge :)
    Ist das von dem Englischen her zu verstehen?
    Liebe Grüße,
    Jana

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    1. Dankeschön liebe Jana :)
      Ja, ich würde es auf jeden Fall mit dem Buch probieren, vielleicht ist die story ja wirklich etwas für dich :)
      Das Englisch ist eigentlich ziemlich gut zu verstehen, allerdings spielt es eben irgendwie 1700 oder so und es benutzt viele medizinische Begriffe, die man sich allerdings gut ableiten bzw. nicht zwingend für das Verständnis braucht. Ich würd es vielleicht auf dem Kindle lesen, damit zur Not das eine oder andere Wort nachgeschlagen werden kann :)

      Liebe Grüße
      Kücki ♥

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