Sonntag, 9. März 2014

Rezi: "Engel der Nacht" von Becca Fitzpatrick



http://4.bp.blogspot.com/-yqUxTB6wZSg/Us-477YPrQI/AAAAAAAAFe8/OD_gC_ctXFo/s1600/engel%2Bder%2Bnacht.jpgInhalt:

Der Himmel muss warten. Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie, und Nora ist zutiefst fasziniert von seiner rätselhaften Ausstrahlung. Doch zugleich macht Patch ihr auch Angst. Denn immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und sie wird den Verdacht nicht los, dass Patch etwas damit zu tun haben könnte. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen – und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten? Immer tiefer wird Nora verstrickt in Ereignisse, in denen Himmel und Hölle ganz nah beieinander liegen ...


Bevor ich anfange:

Eigentlich hatte ich schon lange genug von Engelsbüchern. Spätestens nachdem ich mich durch die "Engelsnacht"-Reihe von Lauren Kate gequält hatte. Doch wieder hatte dieses Buch so viele positive Rezensionen, ein eigentlich recht hübsches Cover und einen Klappentext, der Potenzial versprach. Doch jetzt bin ich fertig! Nie wieder Engelsbücher!

Dazu gehört:



Keine Ahnung warum ich dieses Lied gewählt habe, aber irgendwie hat es zum Buch gepasst. Und es ist echt schön. Ach ja, lasst euch vom Film nicht ablenken ;)




Cover:

Ja...das Cover ist für mich eines dieser typischen Cover, über die du nur dumm rumschwafeln kannst. Einerseits sehen sie ja nicht schlecht aus. Im Gegenteil, eigentlich passt dieser dunklblaue Grundton, die hellgoldene Schrift und der fallende Engel ziemlich gut zur Geschichte. Es zeigt, wovon dieses Buch handelt und auch der Titel ist gut gewählt. Trotzdem gehört es für mich eher in die Reihe der "Mainstream-Cover", diese typischen "Istagram-Photoshop-Cover" (wie meine beste Freundin immer sagt), die nicht im Gedächtnis bleiben und auch nicht wirklich etwas besonderes darstellen. In etwa wie ein schwarzes T-Shirt, dass zwar hübsch und passend ist, aber nichts gegen ein knallbuntes Blumenshirt, an das man sich noch in 2 Monaten erinnert. Wisst ihr, was ich meine?

Schreibstil:

Das Cover gehört genau wie das Cover zu den zaghaften Pluspunkten dieses Buches. Es ist in einer schlichten Ich-Perspektive geschrieben. Was hier besonders schön ist, ist das es eine reale Perspektive ist. Sprich, die Hauptperson erzählt so, wie sie auch normal sprechen würde. Das ist zwar nicht schön oder originell, aber sehr flüssig zu lesen. Außerdem schafft es die Autorin, durch ihren eigentlich ziemlich schönen Schreibstil, die sehr oberflächliche Handlung schön zu verpacken. Sprich: Es passiert 200 Seiten nichts aber durch den Schreibstil wird der Leser bei der Stange gehalten.

Personen:

So...die Personen. Die Hauptpersonen, sprich das "Liebespaar" Nora und Patch gehört für mich persönlich zu den schlechtesten Protagonisten und Verliebten, von denen ich je gelesen habe. Die stehen praktisch in einer Reihe mit Luce und Daniel ("Engelsnacht" von Lauren Kate), welches übrigens auch von gefallenen Engeln handelt (Zufall??)

Nora ist ein sechzehnjähriges Mädchen, dass in dieser Geschicht zu diesen Mädchen gehört, die einfach nur peinlich sind. Zum Fremdschämen. Sie ist so naiv, dass man sie am liebsten schütteln möchte, oder den Kopf gegen die Wand schlagen. Wirklich, in manchen Szene bin ich vor Wut über diese...Dummheit und Naivität fast ausgeflippt! Hinzu kommen auch noch diese typischen Mainstream-Charakterzüge, wie "Kontrollfreak" und "Unsicherheit". Sie kann "kein Vertrauen fassen" und hat eine Traumatische Vergangenheit. Ihr Vater wurde ermordet. Was mich gleich zum nächsten Punkt von Nora führt. Ihre Mutter. Die ist nämlich mit abstand die dämlichste und unrealistischste Person, von der ich je gelesen habe. Beispiele gefällig? Als sie Patch das erste Mal sieht fragt sie ihn nicht, warum er Motorad fährt, als was seine Eltern arbeiten oder wie alt er ist, nein, sie fragt nach seinem NOTENDURCHSCHNITT!!!!!. Und verbietet ohrer Tochter den Umgang mit Patch, weil er 2,3 antwortet. *facepalm*
Okay. Anderes Beispiel? Noras Vater wurde ermordet, aber trotzdem darf sie ganz alleine in einem verlassenen Farmhaus mitten im Nirgendwo schlafen, weil ihre Mutter in New York arbeitet. Ganz alleine, ohne Schutz. Und die Mutter ruft nur einmal die Woche an. Klar, ich meine, würde ich auch machen *kopfschüttel* Okay, ihr seht, Nora ist ein ziemlich seltsames Mädchen, das mir alles in einem einfach nur total unsymphatisch war.

Und Patch ist da auch nicht besser! Auch er ist nicht der typische Badboy mit coolen Sprüchen, Ignoranz, Sarkasmus oder Mystischen Hintergrund. Er ist einfach nur...kindisch? Auf jeden Fall auch nicht der hellste! Einerseits finde ich das positiv, ich hasse es nämlich wen übernatürliche Wesen wie Vampire oder so Genies, Sportkanonen und Lexika in einem sind. Bei Patch ist das nicht so. Im Gegenteil. In der ersten Stunde zeigt er Nora, dass er Gedanken und Gefühle lesen bzw. spüren kann, erzählt ihr was er Privat so macht (Billard spielen) und gibt ihr sogar den Spitznamen "Engelchen". Wirklich, und dann war er nicht mal ein richtiges, typisches "Arschloch". Er war einfach...ja zu blass. Er kam in der ersten Hälft ja kaum vor. Er hat nie irgendwelche verliebten Andeutungen gemacht, und am Ende hat er sie dann auf einmal über alles geliebt. Das ist mir einfach zu oberflächlich. Er hatte weder eine originelle Vorgeschichte, noch sonst irgendwas besonderes. Er war einfach mehr wie eine uninteressante Nebenperson.
Zum Ende hin wurde er denn etwas besser, kam öfter vor und man erfuhr auch mehr über ihn. Alles in einem war er mir aber für eine Hauptperson zu unpresent und lasch.http://static.tumblr.com/fdaed31843b1ac3d5f1e2e9e502dabd3/584ebab/MEDmrt85c/tumblr_static_c_hushhush1.jpg


Die beste Person im Buch war wirklich Noras beste Freudin Vee, wegen der ich das Buch auch anfangs weitergelesen habe. Vee ist keine Sexbombe, sondern ein Üvergewichtiges Mädchen mit zu viel Selbstbewusstsein, einer lockeren Art, sie nimmt kein Blatt vor dem Mund und ist einfach nur total liebenwürdig. Sie ist der Sonnenschein des Buches, immer wenn sie kommt spürt man gleich viel mehr wärme und witz in der Geschichte. Schade dass Vee trotzdem von allen als oberflächlich und naiv angesehen wird. Für mich ist sie wie eine zweite Rebel Wilson (Fat Amy aus "Pitch Perfect"), absolut tolll!

Plot:

Zur Handlung und Idee kann ich eigentlich kaum etwas sagen. Klar, irgendwie existiert beides schon. So leicht und oberflählich. Aber eigentlich quält man sich nur durch die ersten 200 Seiten. Denn dort geht es vor allem schleppend voran. Irgendwie passiert dort nichts, keine Annährungen, kaum Spannung, die Handlung schleift so vor sich hin und hat immer mal so minikleine Höhepunkte. Romantik ist hier völlig außen vor gelassen. Die Handlung plätschert so vor sich hin, man liest immer weiter, aber irgendwie treibt man nur so in dem Buch drinne, ohen wirklich gepackt zu werden. Was mich auch stört ist, dass kaum über das eigentliche Thema geredet wird. Es gab so gute Ansätze zu Thema Engel, die jedoch nie ausgebaut wurden. Du hattest nachher keine Ahnung über Engel, ihre Erschaffung oder sonstiges. Doch dann, nachher auf den letzten 100 oder 150 seiten fängt das Buch erstmal richtig an anzufangen. Patch kommt mehr vor, die Story kommt in Fahrt und baut eine angenehm spannende und romantische Atmosphäre auf. Jetzt beginnt erstmal die Liebesgeschichte, es kommen überraschende Wendungen und auch das Ende hat mir wirklich gut gefallen. Vor allem hat mich überrascht, das ich das Ende nicht erraten habe. Zwar war es etwas schmurrig und hat viel offen gelassen, trotzdem hat mich das Ende wirklich positiv gestimmt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ein Schlachtfeld. Hier treffen zwei extreme Aufeinander. Schreckliche Hauptpersonen, mit denen man überhaupt nicht sympatisiert, sehr langatmige und schleppende zweidrittel des Plots und ein typisches Mainstream-Cover stehen einem guten Schreibstil, tollen Nebenpersonen und einem wirklich gutem Ende gegenüber. Für mich überwiegt allerdings mehr die schlechte seite, da diese nämlich die Punkte kritisiert, die an einem Buch am wichtigsten sind. Jedenfalls für mich. Dazu gehören Protagonisten und Plot. Denn Dadurch auch, dass die Protagonistin sowas von gar nicht an dem Thema Engel interessiert war, wurde dieses auch nur an der Oberfläche angekrazt. Du weißt nachdem Buch kaum was über Engel und dergleichen, weil einfach kaum etwas erzählt oder erklärt wird. Alleine das hätte man so schön ausbauen können! Also fehlte auch noch Tiefe an diesem Buch, dass eigentlich viel mehr Potenzia gehabt hätte. Dennoch überzeugt mich der Schreibstil auf ganzer Linie und auch Vee fand ich einfach nur toll. Deswegen gebe ich sehr großzügige 3 Sterne.





Die Autorin:

Becca Fitzpatrick wurde 1979 geboren und wuchs in Utah auf.
Später zog sie mit ihren Eltern nach North Platte, Nebraska.
Sie begann schon früh selbst Geschichten zu erzählen, ihre erste Autorenliebe fand sie in Roald Dahl.
Ihr Debütroman »Engel der Nacht« hat es auf Anhieb auf die New York Times Bestsellerliste geschafft.
Sie lebt zusammen mit Ihrem Mann Justin und ihrem gemeinsamen Kind in Colorado, USA

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