Sonntag, 24. August 2014

|Rezension| "Skylark - Der eiserne Wald" von Meagan Spooner

Skylark - Der eiserne Wald | Meagan Spooner | Heyne fliegt | Deutsch | Klappbroschur | 13,99€ | Kaufen?

 
 Eine unglaubliche Welt, in der jeder Sonnenaufgang dein letzter sein könnte. Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit.

 Vielen Dank an den HEYNE VERLAG für die Zusendung dieses faszinierenden Rezensionsexemplares. Ich hatte sehr viel Spaß bei meiner Reise durch diese Interessante Welt.

Ein richtiges tolles, mystisches Lied! Ich persönlich finde, das genau dieses Lied, welches auch so schon einfach schön ist, genau für die richtige Stimmung während des Lesens gesorgt hat. Ubedingt einmal reinhören!

Skylark war wirklich eher ein ruhiges, weniger temporeiches Buch, welches aber keinesfalls langweilig war. Nein, alleine schon der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass dieses Buch mich so gefesselt hat. Denn nicht alleine, weil dieser Schreibstil so flüssig ist, überzeugt er mich so sehr. Es ist mehr, er, die Story, alles zusammen, startet langsam, leise, aber im Hintergrund spürt man immer dieses…eine Arte ticken, dass da noch was kommen wird. So schleicht man sich mit dem Schreibstil immer weiter nach vorne, trotzdem merkt man, wie sich im Hintergrund die Spannung aufbaut. Immer und immer weiter und man wartet mit jedem umblättern der Seite, dass gleich die ganze aufgestaute Spannung explodieren würde. So kam es mir vor, denn während immer kleine „Spannungsschübe“ kamen, die der Story wieder Fahrt gegeben haben, so haben doch vor allem die leiseren und ruhigeren Stellen mich kribbelig werden lassen, da sie einfach als Übergangsphase zum nächsten Höhepunkt oder zum großen Höhepunkt dienten, man aber nie wusste, wann dieser eintreten würde. Daher war dieser Schreibstil für mich so unglaublich atmosphärisch, fast schon „magisch“.


Ich muss sagen, dank einiger schlechterer Rezensionen ging ich eher mit sehr niedrigen Erwartungen an dieses Buch, nur, damit es mich dann noch mehr überrascht.

Zu allerst muss man sagen, dass man Geduld und Interesse an der Story, an Lark und der Welt braucht, um dieses Buch wirklich vollends zu mögen. Man muss sich Zeit nehmen und Zeit geben, denn die Story braucht genau das, um sich zu entwickeln: Zeit. Zu Anfang der Geschichte wird man nämlich erstmal ganz schön ins kalte Wasser geschmissen. Namen, Begriffe und Weltenmerkmale stürzen auf einen ein und man bekommt keine Erklärung, worum es sich handelt. Aber anstatt mich davon bremsen zu lassen, hat mich gerade dass zum weiterlesen animiert. Ich wollte einfach diese Welt verstehen und wissen, was Sache ist. Schneller als ich dachte, waren auf einmal die ersten 100 Seiten gelesen. Es kamen immer neue Handlungen, Idee und fremde Begriffe hinzu, sodass ich einfach immer weiter lesen musste, was passiert. Der Anfang hat mich einfach total neugierig gemacht, mich gefesselt und mir war diese Welt gleich total sympathisch, einfach weil ich sie nicht verstanden hab. Dadurch wirkte sie so…weit, geheimnisvoll und offen, offen, damit ich sie erkunden kann.

Und dadurch habe ich das Buch ziemlich gerne gelesen. Mir haben aus einem unempfindlichen Grund, obwohl ich unspannende Stellen in Büchern eigentlich nicht ausstehen kann, haben mir gerade diese ruhigen Stellen, einfach die detaillierte Beschreibung der Welt am meisten Spaß gemacht. Keine Ahnung, die Welt in der Lark lebt fasziniert mich einfach, sodass ich mich über jede detaillierte Beschreibung, Erinnerung, Erläuterung etc. gefreut habe. Trotzdem, glaubt ja nicht, dass es nicht auch Spannung in diesem Buch gibt. Es gibt trotz der vielen Weltbeschreibungen auch viel Aktion, Zwischenmenschliche Beziehungen, Intrigen und Geheimnisse, hinter die man kommen muss. Die Geschichte war recht komplex gehalten, sodass der Autorin am Ende ein richtiger Plottwist gelungen ist und ein Ende, dass genug Potenzial für weitere Bände liefert.

Zu Lark konnte ich keine allzu große Verbindung aufbauen, muss ich gestehen. Klar, sie war eine gute Erzählerin, ich mochte sie eigentlich auch ganz gerne…aber irgendwie habe ich jetzt nicht unendlich mit ihr mitgefühlt. Es klingt vielleicht hart, aber ich habe sie mehr so als…Objekt betrachtet. Sie durfte nicht sterben, damit die Geschichte weiter geht, ich endlich herausfinde, was mit ihr los ist, mit ihrem Bruder etc….Aber um ihrer Willen war ich nicht besorgt. Lark hat einfach nicht mein Herz erobern können, was ich sehr Schade finde, da sie wirklich ein guter Charakter war, der mir durchaus sympathisch war…aber leider nicht mehr. Denn obwohl sie mir die meiste Zeit sehr authentisch vorkam, so war sie doch stellenweise wirklich eine sehr blasse Protagonistin, welcher einge besondere Charakterzüge, Ticks oder irgendwelche anderen Dinge, die ihr Tiefe verliehen hätten, gefehlt haben.

Die Nebencharaktere hingegen fand ich ziemlich toll, vor allem, da kaum ein Charakter am Ende das war, was er am Anfang zu sein schein. Deswegen will ich dazu nicht irgendwas besonderes sagen, auch nicht weiter zur Handlung, weil der besondere Reiz dieser Geschichte geht davon aus, selbst zu entdecken, was hinter dieser und jener Person steckt, wie diese Welt denn wirklich aussieht, was denn nun Sache ist. Man muss das/die Rätsel dieses Buches und der Nebenpersonen selbst lösen, ansonsten ist das Buch nämlich kein Stück mehr reizvoll. Denn mich persönlich hat nur das bei der Stange gehalten: Dass ich wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

 „Skylark – Der eiserne Wald“ ist ein Buch, dass mich ehrlich gesagt positiv überrascht hat. Denn egal, wie langatmig einige Stellen scheinen, eigentlich ist das Buch wirklich sehr spannend. Ich habe es mehr als ein großes Rätsel betrachtet, denn mit jeder Seite, die man in diesem Buch liest, bildet sich ein neues Fragezeichen über meinem Kopf, während ein anderen sich in ein Ausrufungszeichen verwandelt. Das Erkunden der Welt, der Landschaft und das Rätsel der Nebencharaktere sind das, was den Reiz dieses Buches ausmachen. Wer also nicht gerne in einem sehr atmosphärischen Schreibstil eine neue, besondere und manchmal sehr komplexe Welt erkundet, sondern lieber große Gefühle, Aktion will  oder sich hauptsächlich mit Charakteren beschäftigen möchte, für den könnte Skylark nicht ganz das richtige Buch sein. Für mich aber war es ziemlich spannend und hat mich in eine faszinierende Welt entführt, weswegen ich gute 4 Sterne vergebe.


Meagan Spooner wollte eigentlich immer Archäologin, Meeresbiologin oder Astronautin werden. Nach ihrem Studium ist sie dann doch beim Schreiben gelandet. Meagan Spooner lebt in Northern Virginia, wenn sie gerade nicht irgendwo in der Welt unterwegs ist. Denn Reisen ist ihre große Leidenschaft.

Kommentare:

  1. Eine tolle Rezension! Richtig schön ausführlich und nachvollziehbar. Ich möchte das Buch auch noch lesen. Lg Petra
    www.papierundtintenwelten.blogspot.de

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    1. Dankeschön :) ♥
      Ja, dass kann ich dir nur empfehlen ;)

      Liebe Grüße
      Kücki ♥

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  2. Die Musik passt ja mal richtig gut zum Buch :D Sehr passend gewählt! Könnte ich mir gut im Buchtrailer vorstellen ;)
    Ich mochte Lark irgendwie, manchmal hat sie mich zwar genervt (zB als sie dachte, dass sie ertrinken könnte, weil es anfängt zu regnen xD Das war mir too much), aber im Großen und Ganzen war sie okay. Gerade zum Ende hin wurde sie cooler, finde ich.
    Und die Nebencharaktere! Die waren wirklich alle sehr toll! Nix, im Besonderen ♥

    Liebe Grüße :)

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    1. Ja, ich liebe dieses Lied ja auch *-* Haha, du hast Recht, das wäre wirklich cool xD
      Nein, die Stelle fand ich wirklich witzig xD Ich fand sie einfach nur nicht besonders....bemerkenswert, weißt du, was ich meine?
      Aber du hast Recht, Nix ist wirklich der allerbeste ♥

      Liebe Grüße
      Kücki ♥

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