Sonntag, 3. August 2014

|Kurz-Rezension| "The Vampire Diaries: Stefan's Diaries - Vol. 1 Origins" von Lisa J. Smith



The Vampire Diaries: Stefan's Diaries - Vol. 1 Origins | L. J. Smith | HarperCollins eBooks | Englisch | eBook | 3,59 € | Kaufen?


 
Set during the Civil War, against a backdrop of grand estates, unimaginable riches, and deadly secrets, three teenagers in Mystic Falls, Virginia enter a torrid love triangle that will span eternity. Brothers Stefan and Damon Salvatore are inseparable until they meet Katherine, a stunning, mysterious woman who turns their world upside down. Siblings turned rivals, the Salvatores compete for Katherine s affection, only to discover that her sumptuous silk dresses and glittering gems hide a terrible secret: Katherine is a vampire. And she is intent on turning them into vampires so they can live together - forever.
 


 (REZENSION ENTHÄLT SPOILER ZUM BUCH UND ZUR SERIE)

Ja, ich dachte eigentlich ich endlich fertig mit dieser Autorin, dieser Reihe. Die "Originale" Reihe "Tagebuch eines Vampirs" bzw. "The Vampire Diaries" haben mich unglaublich enttäuscht, platter Schreibstil, viel verschenktes Potenzial und eine Protagonistin die ich am Liebsten von einer Klippe geschubst hätte. Ich dachte, ich hätte mich damit abgefunden, dass die Serie einfach besser ist als die Bücher. Deswegen hatte ich auch NIE vor, diese Bucherreihe anzufangen. Ich meine, nachdem mich Elena als Protagonstin schon so viele Nerven gekostet hat, warum sollte ich nun Bücher aus der Sicht von Stefan(o) lesen wollen? Allerdings gab es da die liebe Julia, die mich irgendwie dann doch überzeugt hat. Die Bücher seien nach der Serie geschrieben, sprich mit entsprechenden neuen Namen, Beschreibungen und Ansehnlichkeiten. Und es wäre ein unterhaltsames Buch. Ohne Elena. Und es spiele 1864. Irgendwie hat mich dass dann doch rumbekommen. Und wer glaubt es: Es hat mir gar nicht mal so schlecht verzeihen.

Ich denke, um diese Rezension positiv werden zu lassen, müssen wir vergessen, dass dieser Schreibstil zum schreien einseitig, platt und unkreativ ist. Dass dieser Schreibstil weder Orginalität noch Tiefe besitzt. Und wir vergessen, dass es Worte wie "Okay" oder "Lachflash" im 19. Jahrhundert noch nicht gab. Und wir vergessen ein paar (viele) Logikfehler. Wenn wir das mal für eine Minute vergessen können, dann ist dieses Buch nur noch halb so schlimm.

Denn eigentlich wird dieses Buch jedem Fan der Serie wirklich Spaß machen. Die Geschichte spielt 1864 in Mystic Falls und beginnt da, wo Katherine in die Stadt kommt und Stefan und Damon kennenlernt. Zu Anfang erwartet uns ein Prolog, der zwar versucht schaurig und mystisch zu klingen aber eigentlich nur lächerlich wirkt. Trotzdem fasst dieser nochmal gut die wesentlichen Sachen und Denkweisen über Vampire zusammen. Und danach geht es schon los. Stefan, den wir hier wieder als kleinen, naiven jungen (und laut Buch attraktiven) Mann kennelernen, lebt bei seinem Vater, der seit dem Tod der Mutter angeblich durchgedreht ist. Ehrlich gesagt finde ich diese umschreibung etwas abartig, da Guiseppe Salvator auf mich eher streng und diszipliniert wirkt, keinesfalls irgendwie wie jemand, der nicht auf Fakten schaut. Jedenfalls ein Mann, der seinen Sohn gerne bevormundet. So muss Stefan sehen, wie er einfach mal so mir nichts dir nichts verlobt wird. Dieser Aspekt war in der Serie nicht vorhanden, passt aber sehr gut in das Buch. Stefan möchte Rosalyn, seine Verlobte nicht Heiraten, aber weder sein Bruder Damon, welcher in diesem Buch leider viel zu wenig verkommt, aber bei jedem Vorkommen für viel Gefühl oder Humor sorgt, noch Katherine, die gerade neu in die Stadt gekommen ist, können ihn davon überzeugen, dass er seinen eignen Weg gehen muss. Denn Stefan möchte natürlich ganz der perfekte Sohn sein, kommt dadurch reichlich naiv und "schwach" rüber. Jedenfalls wird die Hochzeit schließlich doch...ähh.. "verhindert" und der Kampf um Katherine beginnt.

Katherine taucht relativ früh im Buch auf. Sie gibt sich als verwaistes Mädchen aus Atlanta aus, die mit ihrer Zofe Emily nun bei den Salvatores unterkommt. Katherine war der Grund, warum ich dieses Buch so mochte. Für mich persönlich war sie die Person des Buches, die Humor und Schwung ins Lesen gebracht hat. Nur wenn Katherine da war, dann ist auch etwas im Buch passiert. Sie ist der dreh und Angelpunkt dieses Buches, alle Handlungsstränge, die im Buch entstehen, bauen auf ihr Erscheinen auf. Sie war mir von Anfang an sympathisch, mit ihrer unconventionellen und frechen Art, die so ganz im Gegensatz zu der von Stefan stand.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Stefan und Katherine und ihre Beziehung zueinander. Hier finde ich es sehr positiv, dass wenigstens versucht wurde, das ganze realistisch aussehen zu lasssen. Damit meine ich, dass es mir in Vampirgeschichten einfach fehlt, dass sich die Protagonisten langsam annähren, Gefühlschaos habe und es länger als 10 Seiten bis zum ersten Kuss dauert. Dass es nicht immer eine "Liebe für immer" sein muss, sondern einfach mal eine Liebe, die man nachvollziehen kann. Diese langsamen Schritte zur großen Liebe wurden in diesem Buch zwar ansatzweise niergeschrieben, aber schlusssendlich waren sie viel zu schnell ein paar, viel zu schnell das erste Mal im Bett, viel zu schnell war es die "Liebe für immer". Das wirkt einfach unrealistisch und nimmt dem ganzen ein bisschen die Schmetterling.

Trotzdem macht es einfach Spaß die Rückblickszenen aus der Serie verschriftlicht zu sehen, denn nicht mehr und nicht weniger ist dieses Buch. Es verschriftlicht Szenen aus der Serie. Das fürht dazu, dass man am Anfang das Ende des Buches kennt und viele Szenen einem bekannt vorkommen. Das nimmt dem ganzen sehr die Spannung, vor allem, da viele Szenen in der Serie einfach besser kommen.
Andere Szenen wiederum kommen so viel besser zur Geltung und werden erst hier in diesem Buch genannt.

Abschließend lässt sich nur sagen, dass dieses Buch weder intelligent, noch irgendwie gut
geschrieben oder spannend ist. Das Buch ist eine kleine, unterhaltsame Lektüre für alle Fans der Serie (oder der originalen Buchreihe), die sich als Zusatzmaterial eignet und 2 Kurzweilige Lesestunden bescherrt. Ich vergeb knappe 3 Sterne für ganz gute Unterhaltung.



Lisa Jane Smith, als Autorin L. J. Smith, (* 4. September 1965 in Villa Park, Orange County, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Jugendbuchautorin.
Über das Leben der Autorin ist nur wenig bekannt. Ihr erstes Buch The Night of the Solstice (in Deutschland bislang nicht erschienen) schrieb sie während ihres Psychologiestudiums. Veröffentlicht wurde das Werk 1987. Im Anschluss an ihr Studium arbeitete sie zunächst einige Jahre als Lehrerin, bevor sie endgültig Autorin wurde.
Bekannt wurde Smith insbesondere durch ihre Reihe Tagebuch eines Vampirs, die seit 2009 auch für eine Fernsehserie unter dem Titel The Vampire Diaries verfilmt werden. Auch ihre Trilogie Der Magische Zirkel wurde 2011/2012 unter dem Titel The Secret Circle als Fernsehserie ausgestrahlt.
Die Stefan´s Diaries, Hunters (Trilogie) und die Fortsetzungen von Der Magische Zirkel stammen aus der Feder eines Ghostwriters, da Smith ihre Rechte an diesen Buchreihen abgetreten hat.
Lisa Jane Smith lebt im Norden Kaliforniens in den Vereinigten Staaten. (via Wikipedia)

Kommentare:

  1. Hört sich zwar spannend an und ist echt eine gute Rezension von dir, aber wahrscheinlich nichts für mich, schätz ich mal... ;D
    Mal einfach nur Unterhaltung zum Entspannen ist immer gut, aber ein Buch muss grundsätzlich mehr bieten... Wenn ich was Kurzweiliges für Zwischendurch brauche, greife ich nach anderem... ;D

    Alles Liebe,
    Mara

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    1. Ähhhh...spannend? Naja. Eigentlich würde ich nur sagen, wenn du die Serie wirklich total liebst und ein riesen Fan bist, Katherine sowieso besser findest als Elena und Vampire toll findest, dann musst du das Buch lesen.
      Aber ich denke, du solltest das lieber lassen xD
      Ja, das rate ich dir auch. Dieses Buch ist einfach...so leicht wie Luft. (Wow, King of Vergleiche :D)

      Liebe Grüße
      Kücki ♥

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  2. Naaaaa du :D

    Also zu Anfang: nein, noch nervst du nicht. :D Ich freue mich immer, wenn ich so nette Kommentare bekomme ;) Und wir sind uns scheinbar ziemlich ähnlich, also kannst du gar nicht nerven. :P

    Serien.. Hachja, da gibt es so hunderttausend gute! Ich habe Pretty Little Liars schon durchgesuchtet, bin jetzt bei der 5. Staffel und schaue diese auf Englisch. Außerdem habe ich genauso wie du eine Obsession von Vampire Diaries und The Originals entwickelt und habe fast alle Navy CIS Folgen geschaut und Gossip Girl durchgesuchtet. Teen Wolf ist auch ganz toll, da müsste ich bald mal die vierte Staffel anfangen, und momentan schaue ich super gerne Glee. Bald möchte ich aber auch mal Supernatural und Game of Thrones anfangen. :)
    Ich schaue die meisten Serien allerdings auf Deutsch, da dunktioniert deine Ausrede bei mir leider nicht so ganz... :D Aber meine Ausrede ist auch ganz toll: Es gibt so viele Serien, die total toll sind, dass man die einfach schauen MUSS! Sonst werden die bei zu wenig Fans ja nicht weitergedreht. :D

    Alles Liebe,
    Nicole :)

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    1. Übrigens: Ein schönes Design hast du da - gefällt mir gut! :)

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    2. Achso, und nochmal ein Kommentar ^^

      Also ich schaue nur die Serien auf Englisch, die eben noch nicht weiter auf Deutsch erschienen sind. Also beispielsweise die fünfte Staffel PLL oder die dritte und vierte Staffel Teen Wolf. :)

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    3. Oh, jetzt ist mir noch was eingefallen. ^^ Ich glaube, ICH nerve dich jetzt bald. :DD Jedenfalls habe ich Revenge auch sehr gerne geschaut, da bin ich gerade mit der zweiten Staffel fertig geworden. Solltest du auch mal schauen!

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  3. Ich liebe Vampire Diaries so sehr, oh Gott beste Serie ever <3 Und habe manche Leute schon dazu gebracht sie zu sehen, obwohl sie das überhaupt nicht wollten *hust* obere Nicki *hust* und meine beste Freundin. Und was ist jetzt rausgekommen? Die lieben die Serie und sind zum Teil weiter als ich, weil ich die 5 Staffel zu Ende laufen lassen wollte xD

    Liebe Grüße,
    May

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