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Donnerstag, 17. Juli 2014

|Rezension| "Sternschnuppenträume" von Julie Leuze


http://egmont-ink.de/wp-content/themes/striking/includes/timthumb.php?src=http://egmont-ink.de/wp-content/uploads/2014/03/Sternschnuppen_660x440px.jpg&h=250&w=628&zc=1 Sternschnuppenträume | Julie Leuze | EGMONT INK Verlag | Deutsch | eBook | 13,99 € | Kaufen?




Als Svea den Kopf in den Nacken legt und in den sternenklaren Nachthimmel schaut, geschehen zwei Dinge, mit denen sie absolut nicht gerechnet hat. Erstens: Sie sieht eine Sternschnuppe, eine lange, strahlende, wunderschöne – eine, die Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Zweitens: Im nächsten Moment taucht Nick neben ihr auf. Nick sieht gut aus, ist charmant und wird ihr ganz bestimmt schon morgen das Herz brechen. Doch heute Nacht will Svea nicht an morgen denken. Sie will mit Nick Sternschnuppen zählen, eng umschlungen hier am Strand, bis es nichts mehr gibt außer ihnen beiden. Und vor allem will Svea nicht daran denken, dass es für sie und Nick keine Zukunft geben kann. Morgen wird die Welt wieder so sein wie vorher. Eine Welt ohne Nick. Oder etwa nicht?

Samstag, 5. Juli 2014

|Rezension| "Light & Darkness" von Laura Kneidl




 Light & Darkness | Laura Kneidl | im.press | Deutsch | eBook | 3,99 €| Kaufen?


Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss …



Mit diesem Buch habe ich eine sehr lange Zeit immer geliebäugelt, bis ich mich nun entschlossen habe, es zu lesen. Grund dafür sind mein Kindle, eine Rezension, die mich voll überzeugt hat und...ja, ich gebs zu, dass wundervolle Cover. Mein erstes Buch aus dem im.press Verlag und ich sage: Sehr gerne wieder!


Das Lied habe ich erst vor ein paar Tagen entdeckt -ich glaube Mittwoch- und ich finde es richtig schön. Besonders zur zweiten Buchhälfte passt das Lied perfekt!

Ich persönlich finde das Cover von "Light & Darkness" einfach nur total schön! Diese mystischen und stimmigen Blautöne, welche das Coverdurchziehen, harmonieren perfekt mit den beiden Gesichtern. Eigentlich mag ich keine Gesichter auf Covern, aber diese Variante hier finde ich sehr schön und gelungen. Dadurch, dass die Gesichter mit dem allgegenwärtigen blau umhüllt sind und sogar eine dunkle, blaue "Ranke" zwischen den Gesichtern verläuft, wirken die Gesichter nicht, als würden sie über dem Cover schweben. Nein, sie gehören zum Cover, wirken genauso malerisch und fantasievoll wie das ganze Cover. Insgesamt einfach nur ein harmonisches, leuchtendes und wunderschönes Cover, dass ich mir unbedingt noch als Printausgabe holen muss.


Ja, ich denke, es ist keine große Überraschung, dass Kneidls Schreibstil keine hochtrabende Literatur ist. Der Schreibstil ist weder besonders philosophisch oder nachdenklich gestaltet. Aber ganz ehrlich? Mir war dass die ganze Zeit über ziemlich egal. Dann auch wenn Kneidls Schreibstil manchmal etwas platt ist und auch wenn der Schreibstil nicht vielschichtig ist, so ist er doch trotzdem ein großartiger Schreibstil. Denn auch mit ihrer einfachen Sprache konnte Kneidl mich unglaublich fesseln. Kneidl hat das Talent, ihre Geschichte mit viel Charme und Humor zu erzählen, in einer lockeren und leichten Atmosphäre. Und sie hat das Talent, diese Atmosphäre ebnso romantisch oder spannend werden lassen zu können. Kurzum: Obwohl der Schreibstil von Zeit zu Zeit platt wirkt, so unterhält Kneidl ihre Leser trotzdem köstlich. Sie fesselt einen an das Buch, sodass man gar nicht anders kann als Lesen, Lesen, Lesen. Ich konnte mich in das Buch fallen lassen, habe spritzige und bissige Dialoge erlebt und wurde in die wundervolle Welt von Light und Dante gezogen. Kneidl hat es geschafft, ihre Geschichte über einen unscheinbaren Schreibstil mit voller Wucht in das Herz des Lesers zu katapultieren.


Ich war zuerst immer etwas skeptisch gegenüber dieses Buches. Viele Rezensenten fanden dass Buch eher "okay", aber trotzdem blieb ich immer an diesem Buch hängen. Erstmal finde ich das Cover einfach nur wunder-,wunderschön. Wirklich, ich liebe dieses Cover. Und ich fand, dass der Inhalt sich sehr vielversprechend anhörte. Also, als ich meinen Kindle hatte, musste Light & Darkness natürlich auch da rauf. Und ich habe es nicht bereut.

Dieses Buch ist eine Dystopie, könnte aber vom Weltenentwurf her eigentlich auch in unserer Zeit spielen. Es geht darum, dass paranormale Wesen, wie z.B. Vampire oder Dämonen von den Menschen entdeckt wurden und nun als Mitbürger akzeptiert werden wollen. Dazu hat man sich das Prenzip der Delegation ausgedacht: Ein "normaler" Mensch nimmt ein paranormales Wesen bei sich auf. Dieses Wesen wird nun erst in die Familie seines Deleganten, und dann mithilfe von diesem in die Gesellschaft integriert.

Der Einstig in das Buch fällt einem ziemlich leicht. Man lernt Light Adam und ihre Familie kennen. Light kommt gleich zum Anfang sehr natürlich und sympathisch rüber. Sie ist eine Protagonistin, der man alle ihre Gedanken und alle ihre Handlungen einfach so abnimmt. Den Light hat viele Ecken und Kanten, keine Hochtrabenden Gedanken und wirkt alles in einem wie ein sympathischer Teenager. Daraus folgt, dass ich mich sehr oft it Light identifizieren konnt, auch wenn ich mir manchmal etwas mehr Intellekt bei ihr gewüncht hätte. Trotzdem, sie ist durch und durch sympathisch und detailliert gezeichnet, also eine Protagonistin, wie man sich sie wünscht.
Und wir lernen Lights Familie kennen. Ihren cholerischen Vater Ryan, ihre zuerst ruhig wirkende Mutter Silvia, welcher allerdings sehr...undurchschaubar sein kann und ihren liebenswerten Bruder Jude sowie sein Wesen Kane, ein Vampir. Lights ganze Familie wirkt dabei herrlich normal, im ganzen Buch gibt es neben der Handlungsorientierten Streitigkeiten immer wieder auch "normale" Dinge, über die gestritten, diskutiert oder gelacht wird. Sowieso kann man sich gut in die Familie reinfinden, da alle Mitglied so vielschichtig und sympathisch gezeichnet sind, dass man sich wirklich stellenweise fühlt, als wäre man bei einer Gastfamilie im Ausland gelandet, zu deren Teil man langsam wird. Besonders auf Jude, Lights ehemals kranken Bruder, der vor allem im späteren Teil der Handlung noch eine Rolle spielen wird, und sein Wesen Kane ist das Augenmerk gelegt. Mehr möchte ich zu den beiden noch nicht sagen.

Es beginnt damit, dass Light zu ihrer ersten Delegation gehen soll. Vorher gibt es zu Einführung noch einen kleinen Auschnitt ihres Schulalltages, bei welchem wir auch ihre verrückte, aber liebenswerte Freundin Anna kennelernen. Die Delegation funktioniert wie folgt: Im großen und ganzen füllt man viele viele Tests aus, dann wird einem ein Wesen ausgesucht, dass am besten zu einem passt (so ähnlich wie das Paarsystem bei "Die Auswahl") und dieses Wesen wird dir zugeordnet. Dabei wird aber ganz streng nach Geschlecht geordnet. Weiblicher Delegierte = Weibliches Wesen. Wie die Delegation im Einzelnen funktioniert wird aber genaustens und sehr interessant und logisch erklärt. Besonders kleine Artikelausschnitte aus dem "Buch der Delegation", welche zur Einleitung vor jedem Kapitel stehen, geben wesentliche Informationen an den Leser, die er für dieses Kapitel brauch. Eine sehr schöne Lösung.
Jedenfalls sollte auch Light ein Wesen zugeordnet werden, natürlich ein weibliches, aber unsere Light bekommt natürlich ein männliches ab. Ein Fehler im System. Und so beginnt die Geschichte von Light und Dante, in welcher WEITAUS mehr passiert, als dass ales hier andeutet. Es geht um politische Gegenspieler, Vergangenheiten werden aufgedeckt, es gibt Entführungen, Morde und natürlich den spannenden Showdown, der zwar nicht ganz ohne Klischee auskommt, aber trotzdem absolut gelungen ist.

Dante ist Lights Wesen, ein seltener Dämon. Er ist nicht gerade der Traum aller Schwiegermütter: Schwarze, ausdruckslose Augen, Schlabberlook und grüne Strähnen in den Haaren. Und Dante ist wirklich ein ganz gemeiner Kerl. Wirklich, während all der witzigen, bissigen und sarkastischen Wortgefechte gab es auch wirklich Momente, in welchen ich ihn wirklich gehasst habe. Er ist einfach manchmal einfach so bitterböse gewesen, dass wirklich schön hart. Ich glaube, *SPIOLER* eine Sache (die mit dem Tagebuch) hätte ich ihm im Gegensatz zu Light nicht verziehen *SPIOLER*. Trotzdem, auch Dante ist ein so detailliert und authentisch gezeichneter Charakter, mit gut konstruierter Vorgeschichte und einer vielschichtigen Seele. Insgesamt also ein toller Typ, bei dem es zwar etliche Bratpfannen momente gab, den ich aber am Ende auch in mein Herz geschlossen habe.

Das Ende des Buch war für mich ein bisschen seltsam. Ich meine, klar, das Ende funktioniert so sehr gut, ich hatte es zwar nicht so erwartet...es ist mehr so ein obligatorisches Ende, dass man auch hätte anders machen könne, aber eben auch so ganz gut aussieht. Für mich war es trotzdem zu ... kurz gefasst, da noch einmal ein ganz neuer Aspekt aufgemacht wurde, der dann irgendwie zu kurz gekommen ist.



Ein Buch, dass mich überrascht hat: "Light & Darkness" hat so viel mehr zu bieten als nur ein schönes Cover. Mit einem fesselnden, atmosphärischen und sehr lebhaftem Schreibstil erzählt Laura Kneidl eine sehr sympathische Geschichte. In einer spannenden, facettenreicher Story agieren liebenswürdige, vielschichtige und "aus dem Leben gegriffene" Charaktere. Man fühlt sich während der Lektüre heimisch in dieser interessanten Welt, die Kneidl geschaffen hat. Es ist, als wäre man auf Austausch in der Familie Adam, man lernt ihre Mitglieder kennen, schließt alle ins Herz, lernt die Welt kennen und muss sich am Ende von den beiden Protagonisten schweren Herzens verabschieden. Auch die Grundidee der Story biete viel Raum und ihr Potenzial wurde wirklich ausgenutzt, da dass Buch viele Aspekte dieser abgrast. Und irgendwie kann man die Geschichte auch ein bisschen auf unsere heutige Gesellschaft übertragen. Ich meine, sind Integration, Akzeptanz und Gleichberechtigung nicht Themen, die gerade in der Zeit, in der wir mit allen mittlen gegen Rassismus und Sexismus, jetzt brandaktuelle? Insgesamt also eine Dystopie, die auch auf unsere Gesellschaft hinweist.

Ich weiß noch, in einer Szene sagt Light "Dante war sicherlich kein perfekter Kerl. Aber der perfekte Kerl für mich" (oder so ähnlich). Dieses kann ich nur wiedergeben: "Light & Darkness" ist sicherlich kein perfektes Buch. Aber das perfekte Buch für mich. Und somit vergebe ich für erstklassige Unterhaltung und Sympathie 5 Sterne und den Status "Herzensbuch"







http://schreibwahnsinn.de/images/laura_kneidl.pngLaura Kneidl, 1990 geboren, wuchs in der Nähe von Erlangen auf. Heute studiert sie an der Hochschule der Medien "Bibliotheks- und Informationsmanagement". Inspiriert von zahlreichen Fantasyromanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Projekt zu schreiben. Neben dem Verfassen von Romanen gilt ihr Interesse dem Lesen und Rezensieren solcher, weshalb sie einen eigenen Bücherblog betreibt. Seit Anfang 2013 ist sie Mitbegründerin des Schreibwahnsinns, einer Gruppe möwenverrückter Autoren, die gerne über das Schreiben schnattern.
Laura Kneidls Blog: http://www.laura-kneidl.de/

Montag, 30. Juni 2014

|Rezension| "Eine wie Alaska" von John Green



http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/eine_wie_alaska-9783423624039_xxl.jpg 
Titel: Eine wie Alaska

Autor: John Green

Verlag: Hanser


Einband: Taschenbuch

Sprache: Deutsch

Preis: 8.99 €

Will ich haben!




Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?

Ich habe dieses wunderschöne Buch schon einmal vor irrsinnig langer Zeit auf Englisch gelesen, hatte aber nicht mehr so hunderprozentig den Inhalt im Kopf. Deswegen habe ich mich sehr über die Wanderbuch-Aktion von Piglet gefreut. Ich fand die Aktion richtig toll, vor allem, weil in das Buch gekritzelt werden darf und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke ♥









Hach...ich liebe dieses Lied einfach! Die Strophen sind zwar so naja, aber der Refrain ist einfach Lebensfreude Pur! Voller Energie, voller Freude..bei diesem Lied möchte ich einfach immer aufstehen und tanzen, lachen, glücklich sein. Auch das Viedeo finde ich echt schön gemacht. Bitt, hört es euch an :)


Hach und gleich der erste und irgendwie...ja auch fast der Einzige Minuspunkt an diesem Buch. Das Cover finde ich einfach nur total lasch. Ein Mädchen/Junge der/die am Rand eines Pools (?) sitzt, mit angezogenen Knien. Dazu ein dicker grauer Rand mit der Verlagsbezeichnung und in stereotyper, unpassend gelber Schrift der Titel. Dieses Cover hat für mich persönlich keinen Wiedererkennungswert, es geht unter in der Masse von Covern und wirkt ehrlich gesagt auch einfach nur langweilig und fade. Und dabei versteckt sich zwischen dem grauen Mäuschen von Cover eine schillerdne Geschichte mit tollen Charakteren und Wiedererkennugswert.


http://studentry.sg/wp-content/uploads/2012/10/looking-for-alaska-cover-abookandashortlatte.wordpress.com_2.jpgIch persönlich bin ein riesiger John Green Fan und habe schon alles von ihm gelesen. Er hat sich zu meinem absoluten Lieblingsautor gemausert, was vor allem an seinem Schreibstil liegt. Greens Schreibstil ist einfach nur wunderschön. Green versteht es, mit einfachen Worten die richtige Atmosphäre zu zaubern. Und er versteht es, Emotionen zu überbringen. Denn davon sind seine Romane voll: mit Emotionen. Und die liegen vor allem in seinen Schreibstil. Witzig, mit viel Selbstironie und doppelten Böden kennzeichnet Green Schreibstil einen einzigartigen Humor, der zu keiner Zeit platt oder gar vulgär wirkt, sondern einfach nur herlich komisch und irgendwie auch warm und intensiv ist. Genau wie die andere Seite seiner Romane. Die Seite, in der der Schreibstil so tieftraurig wird, dass es einem das Herz zuschnürt. Und dabei getht e nicht um übertriebene, affektierende Situationen. Nein, mit wenigen, intensiven und ehrlichen Worten treibt John Green einem Tränen in die Augen. Und wirkt dabei nicht eine Sekunde unauthentisch. Das Tüpfelchen auf dem i ist allerdings sein Händchen für Zitate und philosophische Gedankengänge. Seine Bücher bringen einen zum nachdenken, zeigt einen die "ungeschminkte Wahrheit des Lebens", zeigt, wie das Leben wirklich ist, in seiner ungeschminkten Form. Und das so warmherzig und ehrlich, dass der moralische Zeigefinger zu keiner Zeit notwendig ist. Ein Schreibstil, den man sich gar nicht entziehen kann. Schreiben auf höchstem Niveau.

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh3pTO7nglAvHjuVI4BKrn2_uOqMt6v4MSEWHf-cikayKqAa92JcEC-sqAp-rmYXOnE72xVDDBEaqIEEcnBlQJ1ItMBvSiLYX0qW-mkaRqGHJl0FQCI-rwA1knSk7cFXk7-YXNDjHmE-UAS/s1600/Looking-for-Alaska-UK.jpg Was das schöne an Greens Bücher ist, ist, dass sie wie aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen. Ja, sie sind nicht unglaublich spektakulär, sie sind einfach authentisch, nachvollziehbar und trotzdem fesselnd.

In diesem Buch geht es nicht um krebskranke Verliebte oder einsame Mathegenies, die einen Roadtrip erleben oder um zwei Typen mit dem selben Namen. Nein, in diesem Buch geht es um einen Jungen mit einem ganz kleine Leben, dass auf einmal ganz groß wurde.

Am Anfang des Buches lernen wir Miles kennen. Miles ist ein liebenswerter Protagonist, mit vielen Ecken und Kanten. Er ist der Außenseiter an seiner Schule, hat keine Freunde, dafür aber durchschnittliche Noten und ein durchschnittliches Zuhause. Es gibt für ihn keine Bedeutenden Ereignisse in seinem Leben, aber ein ungewöhnliches Hobby. Gleich zu anfang merken wir, dass Miles, wie eigentlich alle von Greens Protagonisten, gerne liest und sich dadurch ein "seltsames" Hobby angeeignet hat (und ich spreche nicht vom bloggen xD). Nein, Miles lernt die letzten Worte von berühmten Persönlichkeiten auswendig. Ein Hobby, dass uns durch das ganze Buch begleiten willst. Von Anfang an war mir Miles sympathisch. Er ist ein Protagonist, den wir alle ein bisschen in uns tragen, herlich unperfekt und sympathisch. Und er ist auf der Suche nach dem "großen Vielleicht". Deswegen beschließt er, sein langweiliges Durchschnittleben hinter sich zu lassen und auf Culver Creek, ein Internat in Alabama, zu gehen.https://d3hgnfpzeohxco.cloudfront.net/images/ar/97800075/9780007523160/0/0/plain/looking-for-alaska.jpg

Dort angekommen wandelt sich sein Leben schneller, als er sehen kann. Er lernt Chip Martin kennen, den alle nur den Colonel nennen, und der sich schnell zu Miles', der ab jetzt nur noch Pummel genannt wird (ein ironischer Spitzname für Miles, welcher, wie öfters betont wird, Spindeldürr ist), besten Freund entwickelt. Der Colonel hatte mir persönlich ein paar zu viele Parallelen zu Hassan aus "an Abundance of Katherines", aber gut, die hatte auch Miles zu Collin. Trotzdem macht mir das die beiden nicht minder sympathisch. Chip, der praktisch nichts besitzt, jedoch alles hat, wächst einen schnell als verschrobenes, nikotinabhängiges und ärgersuchendes Hochbegabtenkind sehr schnell ans Herz. Und er lernt Alaska kennen. Alaska ist für Miles auf einmal alles. Sie ist wunderschön und für Miles das Maß für alles. Doch leider ist Alaska nicht so perfekt, wie es scheint. Im Gegenteil, sie ist ziemlich launisch, und oftmals versteht der Leser ihr Handeln nicht. Bis zuletzt Tapsen wir zusammen mit Miles und Chip im Dunkeln, wir können Alaska nicht durschauen, wir lernen sie nie richtig kennen. Und trotzdem wirkt sie nicht blass oder oberflächlich, Alaska ist einfach viel zu tiefgründig, als dass wir sie jemals komplett verstehen könnten. Und trotzdem wächst auch sie einen ans Herz, besonders, je mehr man von ihr erfährt.http://fc09.deviantart.net/fs70/i/2013/149/7/d/looking_for_alaska_by_a_lm_n-d674b4t.jpg

Zusammen mit Alaska und dem Colonel kommt Miles dem großen Vielleicht immer näher. Zusammen spielen sie dem Adler, dem Direktor der Schule, Streiche, nehmen Rache an Tagestätern, betrinken sich, Rauchen und spielen Viedeospiele. Sie machen sexuelle Erfahrungen, verlieben und trennen sich. Und sie philosophieren über ihr Leben, den Tod, die Vergangenheit und darüber, was die wichtigste Frage der Menschheit ist, welche noch ungeklärt ist. Mal tragisch, mal komisch, aber immer sehr authentisch, lebensnahe und philosophisch erzählt John Green eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von Verlust und Tod und vom Weitermachen. Von dem perfekten Leben, bis mal wieder das Schicksal dazwischen kam.

 



 
http://www.notrequiredreading.com/books/covers/lookingforak.jpg"Eine wie Alaska" ist eines der schönsten Jugendbücher, die ich jemals gelesen habe. Ich kenne niemanden, der so humorvoll, todtraurig, authentisch und hochphilosophische erzählen kann. John Greens wunderschöne Geschichte von Freundschaft, Liebe, die Frage nach dem Sinn des Lebens und Erwachsenwerden hat mich sehr bewegt. Ich habe zusammen mit den liebenswerten und authentischen Charakteren geweint, gelacht und nachgedacht. Die Geschichte hat mich gefangen genommen und mir mein Herz gestohlen.

Ein Buch, welches sicher noch lange nachklingen wird. Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte. Für mich ein ganz besonderes Buch. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und ein Platz unter meinen Lieblingsbüchern.





Weitere Cover:

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhlmdYWFRCBZ4aRwL6VXqCj4guNff3ytqYN9JGe4yku_pC9wKDAKTO825djR6b3x7ulEs3od9riP9Bh8hcn_8IjnybZf27nwV01B2c9pEDMY21uMWcj4_4wXVaspCrIeSTKS0vWH8X_-0I/s400/looking_for_alaska.jpg http://alitareads.files.wordpress.com/2009/08/alaska.jpghttp://th06.deviantart.net/fs70/PRE/i/2011/326/e/d/looking_for_alaska_cover_by_yinyuhua-d4gyar4.png

Donnerstag, 26. Juni 2014

|Rezension| "Verliebt in Hollyhill" von Alexandra Pilz

http://ecx.images-amazon.com/images/I/81GJPLqkU8L._SL1500_.jpg
Titel: Verliebt in Hollyhill

Autor: Alexandra Pilz

Verlag: Heyne fliegt


Einband: Hardcover

Sprache: Deutsch

Preis: 16,99 €

Will ich haben!



Emily ist zurück! Zurück in Hollyhill, dem kleinen Dorf im Dartmoor, und zurück in der Gegenwart. Gemeinsam mit Matt hat sie in den schrillen 80er Jahren einen Mörder gejagd, das Geheimnis ihrer Herkunft gelüftet und sich Hals über Kopf in den wortkargen Jungen verliebt. Doch der scheint sie plötzlich nicht mehr zu wollen. Vielmehr tut er alles, damit Emily sich für München und gegen das Leben als Zeitreisende entscheidet. Doch bevor sie herausfinden kann, wieso ihre Beziehung zu Matt so kompliziert ist, wird Hollyhill erneut in die Vergangenheit katapultiert – und Emily gleich mit. Es ist das Jahr 1811, die Zeit romantischer Regency-Kleider und eleganter Hochsteckfrisuren, und wie aus dem Nichts taucht eine Kutsche in Hollyhill auf, mit einer bewusstlosen jungen Frau darauf. Die Suche nach ihrer Herkunft, führt zu einem abgelegenen Herrenhaus, in das sich Emily, Matt und der charismatische Cullum als Bedienstete einschleichen. Sie ahnen nicht, welch düstere Geheimnisse sich hinter den alten Mauern verbergen – und welche dramatischen Auswirkungen diese auch auf Emilys Zukunft haben …



Ich habe den ersten Teil der Reihe im Rahmen meiner und Maras Sub-Abbau-Challenge gelesen. Nun habe ich den zweiten Teil vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank dafür ♥

DANKE AN DEN HEYNE VERLAG FÜR DIE ZUSENDUNG DIESES REZENSIONSEXEMPLARES



 Dieses Lied ist irgendwie total schön. Ich finde, es passt auch sehr gut zu der eher ruhigeren und melancholischeren Stimmung dieses Buches. Trotzdem sind auch ein paar Stellen darinne, die positive Gedanken zulassen, genau wie das Buch. Wenn ihr Zeit habt, dann schaut euch doch mal dieses schöne Video an, das mit viel Arbeit und Herzblut gemacht wurde.


Das Cover gefällt mir bald noch besser als das des ersten Teiles. Es ist wieder herrlich verspielt, wie auch schon der erste Teil. Doch anstatt eines grelle, strahlenden gelbes, welches gute Laune und Spaß verspricht, finde man hier nur ein trauriger wirkenderes blau. Auf dem "richtigen" Buch wirkt es sogar noch um einiges dunkler als auf den Bildern im Internet. Da nimmt dem Buch etwas die Gelassenheit und den Gute-Laune-Faktor, allerdings passt diese etwas gedrücktere Atmosphäre auch viel besser zu dieser Geschichte. Und trotzdem finden sich auch hier wieder die niedlichen Zeichnungen in Form von schwarzen Silhouetten, welche einfach zu dieser Reihe gehören und gleich schon zeigen, wohin wir in diesem Buch entführt werden.


Der Schreibstil hat sich im Vergleich zum ersten Teil nicht wirklich verändert. Immer noch schafft Pilz mit ihrem einfachen Schreibstil eine sehr ausdrucksstarke Atmosphäre und macht das Buch zu einem richtigen Pageturner. Der Schreibstil lässt in diesem Buch manchmal wirklich ernsthaftere und ruhigere Töne anklingen, trotzdem büßt dieser kaum ein Quäntchen Humor ein. Oft musste ich beim Lesen schmunzeln. Pilz versteht es, ihre Leser gut zu unterhalten, alleine schon mit ihrem flüssigen Schreibstil. Mit diesem schafft sie im England des 19. Jahrhunderts eine krimiartige Atmosphäre, ohne dabei das typische "Jane Austen Feeling" zu verschenken. Auch die Spannung hat sie in ihrem Stil nicht außer Acht gelassen, sodass die Seiten nur so fliegen. Trotzdem vermisse ich bei Pilz Schreibstil noch das Gewisse etwas, ihre persönliche Note, was sie von anderen abhebt. Sozusagen, dass Tüpfelchen auf dem i.


Ich habe diesen Teil gleich nach dem ersten gelesen, und obwohl viele es anders sehen, so finde ich den zweiten Teil doch deutlich spannender als den ersteren. Was allerdings auch daran liegen kann, dass Pilz ihre Protagonisten diesmal in eine Zeit reisen lässt, in welcher man deutlich mehr Möglichkeiten hat, eine Handlung zu gestalten.

Im ersten Teil hat Pilz die beiden Protagonisten in das England der 1980er Jahre geschickt, um Quayle zu jagen. Sicher, die 80er Jahre sind auf jeden Fall mal etwas anderes, als immer nur dieses Zeitgespringe um 1800. Trotzdem ist es doch relativ unspektakulär. Auch die Handlung war dort ziemlich schnell entschieden.

In diesem Teil nimmt die Zeitreise und das Rätsel des "Falles" der Dorfbewohner bei weitem mehr Platz ein. Am Anfang der Geschichte lernen wir erst einmal schnell noch zwei neue, zentrale Figuren kennen: Chloe und Cullum, welche in der weiteren Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen werden. Man findet sehr schnell wieder in die Geschichte rein, da das Buch nahtlos an den ersten Teil anschließt und vieles noch einmal kurz durch Emily reflektiert wird. Emily befindet sich nun schon 5 Tage in Hollyhill, sollte bald zurück nach Deutschland reisen. Die Frage ist, ob sie das wirklich möchte. Desweiteren ist sie verwirrt. Matt, mit welchen sie doch so innig gewesen war, ein Kuss, ein intimes Gespräch...all dass scheint auf einmal weg zu sein. Denn Matt möchte, dass sie Hollyhill verlässt, wobei er von Chloe und Cullum, übrigens Geschwister, sehr unterstützt wird. Auch diese emotionale Handlung nimmt eine wichtigen Teil des Buches ein. Wie wird sich Emily entscheiden? Wie steht sie wirklich zu Matt?

Ein anderer Strang widmet sich ganz der Zeitreise und dem Fall, den es nun zu lösen gilt. Emily und die Dorfbewohner werden allesamt nach 1811 geschickt. Dort angekommen sehen sie auch schon gleich, worin das Rätsel besteht, welches sie zu lösen haben. Ein halbtotes Mädchen fällt ihnen praktisch vor die Füße. Um die Geheimnisse um diese "Amber" zu lösen, nehmen Emily, Matt und Cullum an einem Gut in der Nähe von Hollyhill eine Stelle an, als Gärtner, Stallbursche und Mädchen. Nun beginnt das Rätselraten, dass Spurensuchen...und das Erkunden der Zeit. Denn neben kleinen Krimiallüren erleben wir vor allem Emilys Alltag als Mädchen im 19. Jahrhundert mit. Insgesamt werden viele Familiengeheimnisse aufgedeckt und die spannende Geschichte mit gut durchdachter Idee hält einige Überraschungen bereit.

Auch das Ende hat mich mehr als überrascht. Einerseits würde er nun ganz gut als Abschluss der Reihe sich eignen, andererseits hat er mich überhaupt nicht zufriedengestellt! Ich hoffe, es ist ein weiterer Teil geplant. Denn nun, im zweiten Teil, konnte mich Hollyhill sehr überzeugen. Die witzige, traurige und spannende Geschichte hat mich nun einfach mitreißen können.




Die Personen in Hollyhill muss man einfach ins Herz schließen. Sie allesamt sind irgendwie liebenswürdig,  zumindest die meisten.

Emily hat sich in diesem Buch nicht großartig verändert, was ein bisschen Schade war. Ab und zu hatte sie wirklich gut Ansätze für ein paar neue Charakterzüge. Dann war sie auf einmal nicht mehr das kleine, schwache Mädchen, das dauernd traurig ist. Dann war sie mal schlagfertig und ironisch. Wenn gerade kein anderer aus Hollyhill da war, dann hatte ich das Gefühl, dass Emily viel selbstbewusster ist. Sie macht Sachen, die sie sonst nicht macht und wird einen immer sympathischer. Doch sobald jemand aus Hollyhill ins Spiel kommt, verkriecht sie sich wieder in ihr Schneckenhaus und bemitleidet sich selbst. Das ist irgendwie Schade, denn eigentlich ist Emily ein interessanter, liebenswerter Charakter, mit welchem man gerne auf Reisen geht, um die Zeit zu erkunden. Doch irgendwie wurde ich bis heute nicht so recht warm mit ihrer Art.

Wen ich wirklich in mein Herz geschlossen habe, ist die kleine Milly, welche in diesem Buch dazukommt. Es handelt sich um ein kleines Mädchen aus den 19. Jahrhundert, welches mit viel Intelligenz und Lebensfreude ganz schnell mein Herz erobert hat. Eine kleine Künstlerin, welche eine traurige Vergangenheit hat, aber mehr Lebensfreude hat als ihre restliche Familie zusammen.
Matt ist mir in diesem Teil viel blasser und unsympathischer begegnet als im ersten Teil. Er verhält sich ziemlich seltsam, mal möchte man ihn nur knuddeln und lieb haben, aber manchmal könnte man ihn auch einfach nur erwürgen. Matt verhält sich so launisch und wechselhaft gegenüber Emily und vielen anderen Dorfbewohnern, dass ich einfach nicht verstehen kann, wie ihn trotzdem alle noch mögen können. Besonders der obligatorische Bad Boy ist für mich nicht wirklich nötig. Trotzdem gehört auch Matt zur Hollyhill Familie.

Und leider muss ich sagen, dass ich die beiden „bösen“ Mitglieder des Dorfes, Chloe und Cullum, ebenfalls nicht leiden kann. Normalerweise finde ich die Unsympathischen, bösen Charaktere meistens viel spannender, sympathischer und einfach komplexer als die restlichen „guten“ Charaktere. Doch Chloe und Cullum waren mir dafür einfach zu blass und zu oberflächlich gezeichnet. Sie tauchten einerseits kaum auf, hatten nicht wirklich soooo berauschende Gründe für ihr Pöbeln und waren mir durch und durch unsympathisch.


Schade, irgendwie hört auch diese Rezension sich eher negativ an. Doch lasst euch gesagt sein, auch ich bin verliebt in Hollyhill, in seine Bewohner, in seine Geschichten. Und in dieses Buch. Obwohl dieses Buch kleine Ecken und Kanten hat und sicherlich nicht perfekt ist, so hat dieses Buch doch irgendwie alles, was ein gutes Buch braucht. Es hat einen flüssigen Schreibstil, der humorvoll und emotional zugleich ist und eine schöne, typisch englische Krimiatmosphäre aufbaut, eine spannende, überraschende Geschichte vor einer tollen Kulisse, und liebenswerte, wenn auch etwas blasse Figuren, die die Handlung unterhaltsam begleiten.

Insgesamt kann ich sagen, dass dieses Buch mich gut unterhalten hat und ich auf eine weitere Reise nach Hollyhill hoffe. Ich vergebe 4 Sterne für dieses Buch und eine Leseempfehlung.



http://m3.paperblog.com/i/76/764705/rezension-verliebt-in-hollyhill-alexandra-pil-L-R9AhGO.png Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen.
Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall.
"Zurück nach Hollyhill" ist ihr Debütroman.
Mit "Verliebt in Hollyhill" erscheint 2014 der Folgeband.

Donnerstag, 19. Juni 2014

|Rezension| "Zurück nach Hollyhill" von Alexandra Pilz


http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Pilz_AZurueck_nach_Hollyhill_131459.jpg 
Titel: Zurück nach Hollyhill

Autor: Alexandra Pilz

Verlag: Heyne fliegt


Einband: Hardcover

Sprache: Deutsch

Preis: 16,99 €

Will ich haben!



Ein Dorf in England, das sich auf keiner Karte finden lässt. Dazu geheimnisvolle Anspielungen im Brief ihrer verstorbenen Mutter: Als die 17-jährige Emily von München ins Dartmoor aufbricht, um die Rätsel ihrer Familie zu lösen, ahnt sie nicht, in welches Abenteuer sie da hineinschlittern wird. Der Ort heißt Hollyhill und er wirkt wie aus der Zeit gefallen mit seinen bunten, steinalten Cottages und seiner verwunschenen Atmosphäre. Seine Bewohner sind freundlich, aber auch exzentrisch und sie geben sich höchst mysteriös. Und dann ist da noch Matt, ein Junge in Emilys Alter, abweisend und anziehend zugleich. Er ist es, der Emily am wenigsten im Dorf haben möchte. Und er ist auch, der ihr als Einziger zur Seite steht, als für sie eine unfassbare Reise beginnt. Es gilt, einen Mörder zu jagen. Familiengeheimnisse zu lüften. Sich zu verlieben, das allererste Mal. Denn Hollyhill ist nicht einfach nur ein Dorf. Und Emily kein gewöhnliches Mädchen.



Dieses Buch habe ich von meiner tollen Familie bekommen ♥ Gelesen habe ich es im Rahmen von Maras und meiner SuB-Abbau-Challenge. Nur noch 3 Bücher und ich habe es geschafft.


Dieses Buch hatte zwar auch seine traurigen, emotionalen Stellen. Aber dieses Lied macht mich einfach permanent glücklich, ich möchte dann tanzen und bekomm total gute Laune. Irgendwie habe ich dass dann immer auch, wenn ich das Buch gelesen habe. Also ein tolles Lied, bei dem man einfach mitsingen muss! :)


Das Cover spiegelt genau das wieder, was ich bei der Geschichte empfunden habe. Das Cover versprüht Charme, es ist total süß gestaltet, verspielt und fröhlich...man sieht das Cover an und erwartet eine niedliche, unterhaltende Geschichte, die glücklich macht. Das grelle Gelb sticht aus der Masse von Büchern herraus und wirkt gleich positiv und verspielt...nicht so traurig und mystisch wie viele andere Bücher. Und damit es aber nicht langweilig wird, sind noch die schönen, schwarzpinken Zeichnung da. Sie geben dem Ganzen zwar zusätzlich noch etwas verspieltes, genau wie die schnörkelige Schrift, aber alles in einem Harmoniert es doch sehr gut zusammen und ist schön anzusehen.

 
Pilz schreibt in ihrem Debüt mit einem leichten, schnell zu lesenden Schreibstil. Mit kurzen Sätzen schafft sie dabei trotzdem eine recht gute Atmosphäre, welche vor allem das Flair einer englischen Kleinstadt und eines guten, englischen Krimis wiederspiegelt. Diese Atmosphäre bleibt das ganze Buch lang erhalten und gibt der Geschichte dabei eine wunderbare Grundstimmung, auf welcher die Autorin aufbauen kann. Leider ist mir Pilz' Schreibstil an vielen Stellen noch zu uneingen, hier hätte sie gerne noch die eine oder andere persönliche Note setzten dürfen, welche den Schreibstil einprägsamer gemacht hätte. Aber auch so funktioniert ihr Stil gut, es macht Spaß, zu lesen und man kann sich meistens auch gut in das Buch hineinfallen lassen. Von daher ein guter Stil, der vielleicht noch etwas Feinschliff benötigt.

 
Ja, ich bin immer noch auf meinem Vergangenheit und Zeitreisetripp und deswegen werden auch meine nächsten beiden Bücher Zeitreiseromane werden, die gerne auch in der Vergangenheit spielen dürfen.

In diesem Roman geht es um die siebzehnjährige Emily. Diese hat mit 4 Jahren ihre Eltern verloren, und nun, da sie ihren Abschluss macht, bekommt sie von der Mutter ihreres Vaters, ihrer Omi, die sie aufgezogen hat, einen Brief, der sie auffordert, nach Hollyhill zu gehen. Eine mysteriösen Ort im englischen Dartmoor, der nirgendwo verzeichnet ist. Trotzdem findet Emily das Dorf, und dort beginnt das Abenteuer.

Ich muss sagen, obwohl die ersten 200 Seiten sich schnell und flüssig gelesen haben, so ist dort ehrlich gesagt kaum etwas passiert. Der Plot plätschert ein bisschen ziellos vor sich hin. Emily kommt ins Dorf, lernt die Leute dort kennen, denkt über ihre Vergangenheit nach, beginnt, sich zu verlieben und und und...

Hierbei passiert nicht wirklich etwas bedeutendes und man weiß eine ganze Zeit auch nicht, in welche Richtung der Plot den nun möchte. Trotzdem machen diese ersten 200 Seiten Spaß. Die Autorin schafft es, mit kleinen witzigen Ideen und kleinen Überraschungen den Leser bei Laune zu halten. Man hat das Gefühl, es würde ständig etwas passieren, obwohl zwischendurch manchmal 50 Seiten verfliegen, was man aber in diesem schnellen Lesefluss kaum merkt. Das hat mir sehr gefallen, denn Pilz hat es geschafft, für mich den "Alltag" von Emily in Hollyhill überraschend und spannend werden zu lassen, sodass ich immer wissen wollte, was das nächste Kapitel für mich bereit hält.

Zum Ende hin wird es dann ziemlich spannend. Auf den letzten 100-150 Seiten kommt eine richtige Krimiatmosphäre auf und auch der Spannungsbogen schießt nach oben.  Die ganze Storyline ändert sich und wir befinden uns nun in einem Zielgerichteten Plot, der genau weiß, wo er hin will. Es ist ein bisschen, als wären alle Seiten vorher nur ein netter kleiner Prolog gewesen, den es jetzt zu toppen galt.

Der Höhepunkt der Geschichte viel leider, trotzdem der vielen guten Ansätze, etwas lasch aus. Ich meine, es war so am authentischesten, sicher, aber trotzdem fällt genau am Höhepunkt die Spannung wieder nach unten und nimmt so der ganzen Situation den Wind aus den Segel.

Insgesamt überzeugt das Buch aber mit einer interessanten Storyline, die nur noch etwas Zielgerichteter und Produktiver in das ganze Buch integriert werden sollte, damit das Ganze mehr zusammehängt und die Seiten die Spannung miteinander aufbauen können.

 
Mit Emily hat wir eine kleine, süße Protagonistin, welche ich aber leider nicht sofort in mein Herz geschlossen habe. Irgendwie wurde ich mit ihr nicht richtig warm, obwohl sie mir nicht unsympathisch war und ich sie durchaus mochte. Allerdings würde ich fast sagen, dass sie ein bisschen "Schwierig" war. Emily ist eine sehr verschlossene Protagonistin, welche eine sehr traurige Vergangenheit hat und sich nun praktisch an einen Hoffnungsschimmer klammert. Und im ganzen Buch wechselt dann ihr Auftreten zwischen taff und zickig, zwischen selbstmitleidig und motiviert, von tieftraurig zu gutgelaunt und von verzweifelt zu hoffnungsvoll. Sie war mir einfach zu wandelbar, man konnte nie wissen, wie sie als nächstes reagieren würde, weil ihr Charakter dazu einfach zu allgemein gefasst war, als dass man sie genau charakterisieren könnte. Trotzdem habe ich sie gerne begleitet und hoffe, dass sie im zweiten Teil mehr Wiedererkennungswert bekommt.

Die anderen Personen im Dorf Hollyhill, primär Matt, haben mich leider etwas an die Figurenkonstilation von "Rubinrot" erinnert. Ein verrückter Schneider, ein Macho, welcher mit durch die Zeit reist und eine liebe Freundin, welche zu Emily hält. Trotzdem hatten alle Nebenpersonen auch etwas Eigenständiges, welches die Autorin ruhig noch hätte ausbauen dürfen, denn mit so vielen schönen Ideen, wie Pilz sie hat, haben es die Figuren nicht nötig, auf Klischees oder andere Figuren zuzugreifen.

Matt und ich haben uns ebenfalls nicht hunderprozentig anfreunden können. Ich weiß nicht, ob es Absicht ist, aber bei ihm geht es mir genau wie bei Emily. Ich weiß nie, wie er als nächstes reagiert. Denn auch Matts Charakter ist mir hierfür noch zu oberflächlich gehalten, wobei auch er viele gute Ansätze hatte, welche nur noch hätten ausgebaut werden müssen. Vor allem aber hätte sich die Autorin entscheiden müssen, ob sie mit Matt einen Bad Boy will oder nicht. Denn so wirkt Matt sowohl in der Rolle des bösen Buben als auch in der Rolle des netten Typens unecht und schwammig.

 

Auch wenn sich das alles ziemlich negativ anhört, so hatte ich doch sehr viel Spaß mit "Zurück nach Hollyhill". Alexandra Pilz und ihre Geschichte rund um das Dorf Hollyhill sind halbgeschliffene Rohdiamanten, die es gilt, fertig zu schleifen. Denn in ihrem Debüt zeichnet sich Pilz vor allem durch eine schöne, typisch englische Atmosphäre, eine unterhaltsame, interessante Storyline und liebenswerte Charaktere aus. Auch wenn viele Dinge noch nicht ganz perfekt sitzen, und z. B. die Personen gerne noch schöner charakterisiert werden könnten, so ist dieses Debüt trotzdem ein lesenswertes Buch, mit dem sein Leser viel Freude haben wird. Ich vergebe für diesen fast perfekten Auftakt 4 von 5 Sternen.


http://m3.paperblog.com/i/76/764705/rezension-verliebt-in-hollyhill-alexandra-pil-L-R9AhGO.pngAlexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen.
Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall.
"Zurück nach Hollyhill" ist ihr Debütroman.
Mit "Verliebt in Hollyhill" erscheint 2014 der Folgeband.