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Samstag, 22. April 2017

|Doppelte Kurzrezension| "Couchsurfing im Iran" von Stephan Orth / "Frühstück mit Elefanten" von Gesa Neitzel

Seitdem ich vor wenigen Wochen Meike Winnemuths Buch "Das große Los" gelesen habe und sowieso schon lange eine Weltenbummlerin mit einer riesigen Begeisterung für ferne Länder und andere Kulturen bin, beginne ich mehr und mehr, mich auch endlich der Reiseliteratur zuzuwenden, einem Buchgenre, welches ich sonst eher immer umgangen bin. Dies lag vor allem daran, dass ich den Focus vieler Reisebücher einfach nur wirklich gerne mochte. Wenn ich Reisebücher lese, dann möchte ich das Land nicht in Zahlen kennenlernen und möchte auch nicht irgendwelche Landschaften beschrieben bekommen, sondern ich möchte einfach mehr. Ich möchte sehen, wie es dem Reisenden während seiner Reise ergangen ist, wie er sich gefühlt hat, wie ihn seine Reise verändert hat, wie er verwirrt war, am Boden, himmelhochjauchzend, überrascht, ich möchte seine ganze Gefühlspalette sehen. Ich möchte die Menschen kennenlernen, denen er begegnet und möchte sehen, wie sie und ihre Kultur das Land, über das der Reisende schreibt, prägen. Ich möchte Geschichten hören, Erlebnisse, witzige Anekdoten und vor allem möchte ich ganz ganz viel Gefühl, vor allem das Gefühl, dass der Reisende für das, was er tut brennt.