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Freitag, 26. September 2014
Montag, 30. Juni 2014
|Rezension| "Eine wie Alaska" von John Green
Titel: Eine wie Alaska
Autor: John Green
Verlag: Hanser
Einband: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Preis: 8.99 €
Will ich haben!
Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?
Ich habe dieses wunderschöne Buch schon einmal vor irrsinnig langer Zeit auf Englisch gelesen, hatte aber nicht mehr so hunderprozentig den Inhalt im Kopf. Deswegen habe ich mich sehr über die Wanderbuch-Aktion von Piglet gefreut. Ich fand die Aktion richtig toll, vor allem, weil in das Buch gekritzelt werden darf und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke ♥
Hach und gleich der erste und irgendwie...ja auch fast der Einzige Minuspunkt an diesem Buch. Das Cover finde ich einfach nur total lasch. Ein Mädchen/Junge der/die am Rand eines Pools (?) sitzt, mit angezogenen Knien. Dazu ein dicker grauer Rand mit der Verlagsbezeichnung und in stereotyper, unpassend gelber Schrift der Titel. Dieses Cover hat für mich persönlich keinen Wiedererkennungswert, es geht unter in der Masse von Covern und wirkt ehrlich gesagt auch einfach nur langweilig und fade. Und dabei versteckt sich zwischen dem grauen Mäuschen von Cover eine schillerdne Geschichte mit tollen Charakteren und Wiedererkennugswert.
Was
das schöne an Greens Bücher ist, ist, dass sie wie aus dem Leben
gegriffen zu sein scheinen. Ja, sie sind nicht unglaublich spektakulär,
sie sind einfach authentisch, nachvollziehbar und trotzdem fesselnd. In diesem Buch geht es nicht um krebskranke Verliebte oder einsame Mathegenies, die einen Roadtrip erleben oder um zwei Typen mit dem selben Namen. Nein, in diesem Buch geht es um einen Jungen mit einem ganz kleine Leben, dass auf einmal ganz groß wurde.
Am Anfang des Buches lernen wir Miles kennen. Miles ist ein liebenswerter Protagonist, mit vielen Ecken und Kanten. Er ist der Außenseiter an seiner Schule, hat keine Freunde, dafür aber durchschnittliche Noten und ein durchschnittliches Zuhause. Es gibt für ihn keine Bedeutenden Ereignisse in seinem Leben, aber ein ungewöhnliches Hobby. Gleich zu anfang merken wir, dass Miles, wie eigentlich alle von Greens Protagonisten, gerne liest und sich dadurch ein "seltsames" Hobby angeeignet hat (und ich spreche nicht vom bloggen xD). Nein, Miles lernt die letzten Worte von berühmten Persönlichkeiten auswendig. Ein Hobby, dass uns durch das ganze Buch begleiten willst. Von Anfang an war mir Miles sympathisch. Er ist ein Protagonist, den wir alle ein bisschen in uns tragen, herlich unperfekt und sympathisch. Und er ist auf der Suche nach dem "großen Vielleicht". Deswegen beschließt er, sein langweiliges Durchschnittleben hinter sich zu lassen und auf Culver Creek, ein Internat in Alabama, zu gehen.

Dort angekommen wandelt sich sein Leben schneller, als er sehen kann. Er lernt Chip Martin kennen, den alle nur den Colonel nennen, und der sich schnell zu Miles', der ab jetzt nur noch Pummel genannt wird (ein ironischer Spitzname für Miles, welcher, wie öfters betont wird, Spindeldürr ist), besten Freund entwickelt. Der Colonel hatte mir persönlich ein paar zu viele Parallelen zu Hassan aus "an Abundance of Katherines", aber gut, die hatte auch Miles zu Collin. Trotzdem macht mir das die beiden nicht minder sympathisch. Chip, der praktisch nichts besitzt, jedoch alles hat, wächst einen schnell als verschrobenes, nikotinabhängiges und ärgersuchendes Hochbegabtenkind sehr schnell ans Herz. Und er lernt Alaska kennen. Alaska ist für Miles auf einmal alles. Sie ist wunderschön und für Miles das Maß für alles. Doch leider ist Alaska nicht so perfekt, wie es scheint. Im Gegenteil, sie ist ziemlich launisch, und oftmals versteht der Leser ihr Handeln nicht. Bis zuletzt Tapsen wir zusammen mit Miles und Chip im Dunkeln, wir können Alaska nicht durschauen, wir lernen sie nie richtig kennen. Und trotzdem wirkt sie nicht blass oder oberflächlich, Alaska ist einfach viel zu tiefgründig, als dass wir sie jemals komplett verstehen könnten. Und trotzdem wächst auch sie einen ans Herz, besonders, je mehr man von ihr erfährt.
Zusammen mit Alaska und dem Colonel kommt Miles dem großen Vielleicht immer näher. Zusammen spielen sie dem Adler, dem Direktor der Schule, Streiche, nehmen Rache an Tagestätern, betrinken sich, Rauchen und spielen Viedeospiele. Sie machen sexuelle Erfahrungen, verlieben und trennen sich. Und sie philosophieren über ihr Leben, den Tod, die Vergangenheit und darüber, was die wichtigste Frage der Menschheit ist, welche noch ungeklärt ist. Mal tragisch, mal komisch, aber immer sehr authentisch, lebensnahe und philosophisch erzählt John Green eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von Verlust und Tod und vom Weitermachen. Von dem perfekten Leben, bis mal wieder das Schicksal dazwischen kam.

Ein Buch, welches sicher noch lange nachklingen wird. Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte. Für mich ein ganz besonderes Buch. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und ein Platz unter meinen Lieblingsbüchern.
Weitere Cover:
Montag, 2. Juni 2014
|Rezension| "Night School 04 - Um der Hoffnung willen" von C. J. Daugherty
Titel: Night School 04 - Um der Hoffnung willen
Autor: C. J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Einband: Hardcover
Sprache: Deutsch
Preis: 18,95 €
Will ich haben!
Die Lage auf Cimmeria spitzt sich zu und die Schüler geraten mehr und mehr zwischen die Fronten. Trotzdem versucht die Internatsleiterin Isabelle alles, um so etwas Normalität herzustellen, und für kurze Zeit fühlt es sich für Allie und ihre Freunde so an, als wäre alles wie immer. Und als könne ihnen auf Cimmeria nichts passieren ... Währenddessen lernt Allie ihre Großmutter Lucinda erstmals richtig kennen und zwischen den beiden entsteht eine enge Freundschaft. Aber auch die Beziehung zu Sylvain wird stärker und leidenschaftlicher als je zuvor. Doch dann holt Nathaniel zu einem Schlag aus, der Cimmeria zutiefst erschüttert und der nicht zuletzt auch als Warnung an Allie gedacht ist. Schnell wird ihr klar, dass auch Sylvains Leben in Gefahr schwebt, solange sie zusammen sind. Und so bleibt ihr nichts anderes, als sich von ihm zu trennen, wenn sie ihn schützen will. Auch wenn das bedeutet, dass ihr selbst dabei fast das Herz bricht. Doch egal, was sie auch tut, Allie scheint der wachsenden Bedrohung nichts entgegensetzen zu können. Das bekommt sie schließlich mit aller Wucht zu spüren, als eine ihrer engsten Bezugspersonen stirbt.
Ich bedanke mich recht herzlich bei Lovelybooks, der lieben Katja und dem Oetinger-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares. Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Diskussionen waren interessant und ich hoffe, das ich bald wieder an so einer schönen und aktiven Runde teilnehmen kann. Vielen Dank ♥
Das Cover besticht genau wie der Rest der Reihe mit edeler Schlichtheit. Ich finde es schön, dass die Bände alle aufeinander abgestimmt sind und man immerwieder dasselbe Ausgangsmotiv findet. Von den Farben her klingt es dem Verlag sehr gut, immerwieder eine neue, kräftige Farbe zu finde, die gut mit dem Schwarzen Hintergrund hamoniert, ohne zu sehr rauszustechen. Das Grün finde ich gut gewählt, allerdings handelt es sich für mich nicht um das schönste Cover der Reihe. Trotzdem ist es alles andere als schlecht gelungen! Ich persönlich habe mich aber gewundert, dass auf dem Umschlag meines Buches der Untertitel des Buches fehlt.
Daugherty Schreibstil ist nach wie vor sehr schön und flüssig geschrieben. Es handelt sich nicht um eien literarisch hochtrabenden Stil mit vielen Stilmitteln und doppelten Böden. Nein, der Schreibstil dieser Reihe schlägt einen lockeren, humvorvollen Ton an, der den der meisten Teenager wirklich trifft. Daugherty gelingt es als eine der wenigen Autoren, die Jugendsprache in ihren Büchern nicht platt, überzogen und vulgär, sondern authentisch wiren zu lassen. Dadurch ist das Buch schnell und leicht zu lesen. Trotzdem schafft Daugherty es, mit ihrem Schreibstil eine Spannung aufzubauen, die aber leider das eine oder andere mal, bedingt durch den Verlauf der Handlung, fällt. Was sie aber wirklich gut an den Leser übermittel kann, sie Emotionen. Diese werden simpel und trotzdem tiefgründig aufbereitet. Daraus folgt, dass man sich sehr gut in den Charaktere und die Geschichte einfühlen kann.
Der vierte Teil schließt genau an den dritten an und wir befinden uns mit Allie und Rachel auf der Flucht. Gleich der Anfang bringt Spannung in den Geschichte und der Einstieg fällt einem sehr leicht. Nach einer kurzen Abfolge von Ereignisse, kommen Allie und Rachel zusammen mit Sylvain wieder an die Night School. Diese befindet sich in einem Ausnahmezustand der Extraklasse und bereitet sich auf den großen Kampf mit Nathaniel vor.
Ein Großteil des Buches geht es einerseits darum, wie sich die Nightschooler auf eine kleine "Schlacht" vorbereiten, inform einer Friedensverhandlung. Diese Teile sind meistens recht interessant, da die Autorin viele kleine Überraschungen in die Geschichte eingebaut hat. Spione, Überraschungsbesuche und Meinungsänderungen bestimmter Leute beeinflussen das Leben auf Cimmeria und vor allem das der Night School.
Aber worum es in diesem Buch wirklich geht ist das Liebesdreieck, welches wirklich anfängt, mir auf die Nerven zu gehen. Das Hin und Her mit Sylvain und Carter erreicht wirklich seinen Höhepunkt, sodass wir über der Hälfte des Buches eigentlich bloß mit Allies Gefühlen klarkommen müssen. Diese Hin und Her mit den beiden Jungen ist weder fazinierend noch spannend, sonder einfach nur abgebrüht und von Zeit zu Zeit sogar einfach nur oberflächlich. Genauso wie die vielen aufgesetzten und unnötigen Konflikte, welche Allie mit ihren Freundinnen ausfechtet. Alles in einem sind diese ganzen Faktoren nämlich nur Mittel zu Zweck, nämlich dafür, die 400 Seiten vollzubekommen.
Das Ende wiederum reißt für mich eine Menge raus, da ich ein kleines bisschen überrascht wurde. In mehr als einer Hinsicht. Und vor allem auf den vorletzten 10 Seiten passiert eine Menge, die ich einfach nur klasse fand. Es schein, als hätte die Autorin hier wieder auf den richtigen Pfad gefunden. Und auch der Cliffhanger am Ende ist unglaublich fies geworden, sodass ich das nächste Buch gerantiert lesen werde.
Geblieben ist eine nervende und oberflächliche Person, die mir manchmal meine ganze Geduld abverlangt hat. Allie wandelt sich zu einem sehr zickigen und stark nervenden Mädchen, welches in einer Tour einem das Lesevergnügen entzieht. An jeder Stelle des Buches muss sie ihre Freunde anschnauzen, in Selbstmitleid baden oder ihr Gehirn ausschlaten. Wirklich, es ist kaum zu glauben, wie wenig Allie mich in diesem Band für sich gewinnen konnte.
Mit überzogenen Konflikten und intoleranten und oberflählichen Meinungen ist sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit gemein zu ihren Freunden, heult dann im nächsten Moment rum, dass sie von allen verlassen wurde, und trifft dann Entscheidung und macht dumme Aussagen, bei welchen ich sie wirklich auf den Mond schießen könnte. Auch die Logik ihre Worte hat sich verabschiedet. Ich Hoffe, im nächsten Teil wird sich das wieder geben.
So richtig sympathisch war Allie mir nämlich eigentlich nur auf de letzten 50 Seiten.
Was aber Daugherty einfach drauf hat sind die Nebenpersonen. Ich kenne kaum Autoren, die eine Reihe so vielschichtiger, witziger, trauriger, wütender, skuriler und authentischer Charakterer schaffen können. Die meiste Zeit sind nämlich die Nebencharaktere dieses Buches Reifer und tiefgründiger als Allie, sind für die aber meistens die Dartscheibe für die Pfeile ihrer Gemeineheit.
Vor allem Carter und Nathaniel haben mir gefallen. An beiden konnte ich viele Neue Seiten entdecken, neue Aspekte betrachten und noch mehr über diese Nachdenken. Vor alllem durch Katie gewinnt Nathaniel zunehmend an Authenzität und Tiefe, was mich sehr freut, dann ich habe das Gefühl, ihn dadurch mehr und mehr kennenzulernen.
Und auch Carter bekommt ein paar Emotionale und sensible Seiten, wird aber zum Glück davor bewahrt, verweichlichte und seicht zu werden. Er ist immer noch cool und irgendwie etwas launisch, aber er hat nun eine Seite an sich, die ih noch interessanter macht.
Auch Allies Freunde Zoe, Rachel und Nicole haben mir wieder viel Freude bereitet und sind mir noch mehr ans Herz gewachsen.
Night School Teil 4 kann leider nicht an den Erfolg der ersten beiden Teile anschließen. Obwohl auch dieser Teil wieder mit einer spannenden und interessanten Handlung ausgestattet ist, welche auch ganz ohne Fantasy-Elemente ausgekommt, so wird dieses große und gute Grundpotenzial leider durch zahlreiche Faktoren negativ beeinflusst. Denn leider reicht die Handlung nicht annährend für die 400 Seiten, welche das Buch misst. Dadurch kommt es leider zu vielen Längen in dem Buch, in welchen die Spannung in den Keller sinkt. In diesen Längen wird dann oftmals der eine oder andere aufgesetzte und überzogene Konflikt eingesetzt und das Liebesdreieck wird schlimmer ausgeschlachtet denn je. Trotzdem gab es in der Handlung auch viele gute Ideen und überraschende Wendungen, welche dem ganzen immer wieder einen Aufschwung gegeben haben und Spannend zu lesen waren.
Was mich aber am meisten gestört hat war Allie, welche zu einer oberflächlichen Nervensäge mutiert, welche mir wirklich chrnoisches Kopfschütteln gebracht hat. Ich hoffe, dieses Mädchen findet wirklich ihren wahren Charakter wieder, ansonsten sehe ich wirklich schwarz. Eigentlich müsste ich ziemlich enttäuscht von diesem Buch sein, dass durch eine nervige Hauptperson, eine stellenweise sehr langatmige Handlung und Logikfehler leider nicht an die Vorbände herankommt. Trotzdem, alles in einem hat mich das Buch wirklich gut unterhalten und das Ende hat sehr viel bei mir rausgerissen. Deswegen vergebe ich 3, 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Teil, da dieser hier mit einem sehr fiesem Cliffhanger endet.
C. J. Daugherty, Autorin und Redakteurin, arbeitete zunächst als
Gerichtsreporterin, u.a. für die New York Times und die
Nachrichtenagentur Reuters. Später veröffentlichte sie Reiseführer, zum
Teil zusammen mit ihrem Mann, dem Autor und Filmproduzenten Jack Jewers.
Mit großer Leidenschaft schreibt C.J. nun spannende Bücher für junge
Erwachsene. Mit "Nightschool. Du darfst keinem trauen" gelang ihr der
große Durchbruch. 2012 kommt das Buch auch in Deutschland auf den Markt.
Sie lebt und arbeitet in Südengland
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