Dienstag, 16. September 2014

|Kurzrezension| "Vampire Academy" von Richelle Mead

Vampire Academy #1 | Richelle Mead | Penguin | Englisch | Paperback | ca. 7€ | Kaufen?
 
St Vladimir's Academy is a hidden place where vampires are educated in the ways of magic. Rose Hathaway is a Dhampir, a bodyguard for her best friend Lissa, a Moroi Vampire Princess. They've been on the run, but now they're being dragged back to St Vladimir's - the very place where they're most in danger.

 Diese Version ist SCHRECKLICH! Bitte, meine Lieben, hört ich diese Version an: https://www.youtube.com/watch?v=Ep7PXwMWtj8 viel schöner, ich liebe es!

Ja…vor zwei Tagen habe ich plötzlich Lust bekommen, „Vampire Academy“ zu lesen. Es lag daran, dass die liebe venj von Bücherklang Geburtstag hatte, und wir beide mit ein paar Freunden einen Filmabend gemacht haben. Dann sind wir auf eine ihrer Lieblingsbuchreihen –Vampire Academy- gekommen, und wollten eigentlich den Film gucken, aber ich wollte eben vorher das Buch lesen. Ich hatte es ja bei den bookjunkies gewonnen, also gesagt getan.

Ich muss sagen, ich hatte drei Phasen mit diesem Buch. Die erste Phase: Ich glaube nicht, dass ich dieses Buch mag. Denn anfangs tat ich mich wirklich schwer. Ich fand die Idee total cool, mit den Moroi und den Strigoi und den „dhampires“, aber irgendwie wurde ich nicht so richtig warm mit den Personen. 

 
 Aber von Anfang an: Da ich zu den wenigen gehöre, die „Vampire Academy“ noch nicht gelesen haben, kann ich wohl kaum sagen: „Ich weiß was ihr denkt: Nicht schon wieder ein Vampirbuch!“. Also sage ich stattdessen: Ich dachte am Anfang wirklich: Nicht noch ein Vampir Buch. Da ich mich dann aber von Lisa (passiv) und venj (AKTIV!!!) habe dazu totschlagen lassen, es damit zu versuchen, wurde ich eines besseren belehrt. Mead erschafft eine faszinierende Welt. Es gibt erstmal 2 verschiedenen Arten von Vampiren. Einerseits die Moroi. Diese sind die „guten“ Vampire. Sie sind weder stark, noch schnell, sondern sie sind lebendige Vampire, die krank werden können, sterben können und all das. Sie sind keine Superhelden, obwohl sie die Elemente kontrollieren können (ein Aspekt, der wirklich eine zentrale Rolle hat, weswegen ich dazu nicht mehr viel sagen möchte). Sie sind sogar sehr viel schwächer als die „Strigois“. Die Strigois sind eine Art von toten Vampiren, die sehr, sehr böse ist. Sie haben keine Gefühle, können nicht mehr auf die Elemente zugreifen, sind aber sehr schnell und vor allem stark, sodass sie die Moroi jagen und ausrotten wollen. Deswegen brauchen die Moroi sogenannte „guardians“ (Ich glaube auf Deutsch…Wächter? Beschützer? Bodyguards? :D,  Keine Ahnung), die sie vor den Strigois beschützen. Diese guardians sind „dhampires“ (dt. Dhampire???), welche eine Art Mischung aus Mensch und Vampir sind. Diese werden ausgebildet, um eben die Moroi zu beschützen. Unsere Protagonistin Rose ist so ein „dhampire“.

Rose war mir anfangs überhaupt nicht sympathisch! Wirklich, ich kann es verstehen, dass es wahrscheinlich authentischer ist, sich so wie sie zu benehmen. Wirklich, es ist ja auch mal was anderes als immer nur diese weinerlichen, ernsten und weisen Charakter, die uns vortäuschen wollen, sie wären siebzehn (Leute, im Ernst, das kauft euch niemand ab!). Aber Rose war anders. Sie sagt was sie denkt und handelt, ohne vorher zu überlegen. Anfangs fand ich das ziemlich kindisch, wirklich nervig manchmal, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass Rose eigentlich so ist, wie eine Protagonistin sein sollte. Sie ist mal wie eine richtige siebzehnjährige! Sie muss erst ihre Welt entdecken, sie kann auch mit Jungen knutschen, ohne dass es gleich die große Liebe sein muss. Sie sagt Dinge, die sie vielleicht nicht sagen sollte, aber eigentlich ist es ihr egal, denn hey, sie ist siebzehn und möchte Leben! Und als ich das gemerkt hatte, war mir Rose auf einmal unglaublich sympathisch. Auch wenn ich in manchen Dingen total anders bin, so hat mich Rose wirklich manchmal an mich erinnert. Vor allem, da sie nicht nur so…“rude“ und „Reckless“ sein kann. Nein, immer öfter blitzt im Buch durch, wie wichtig ihre beste Freundin Lissa für sie ist. Wie Ernst sie ihren Job als Wächterin nimmt und wie verantwortungsbewusst und erwachsen sie auch sein kann, ohne jemals unecht oder klischeehaft zu wirken. Ein toller Charakter, den ich wirklich zuletzt ins Herz geschlossen habe. Es hat Spaß gemacht, aus ihrer Sicht die Dinge zu sehen, mit ihr zu Lachen und irgendwie hat man Ende echt ein bisschen das Gefühl, eine Freundin dazugewonnen zu haben.
Besonders spannend an ihr war vor allem ihr „bond“ zu Lissa. Die beiden sind durch dieses Verbunden, und Rose kann Lissas Gefühle spüren, ihre Gedanken hören und springt von Zeit zu Zeit in Lissas Kopf. Das ganze bringt nicht nur Abwechslung in die Perspektiven der Storyline, sondern hat auch eine tolle Rolle im Plot, und wurde genau erklärt und aufgeklärt.


Lissa war mir auch recht sympathisch. Sie ist die letzte lebende Dragomir (es gibt in der Welt dort 12 königliche Familien, Dragomir ist eine davon) und hat, durch die Krankheit ihres Onkels, damit anrecht auf den Thron. Allerdings ist sie nicht wie die typische Prinzessin. Sie macht viele Fehler, ist unglücklich, wenn sie alles so erfüllt, wie es von ihr erwartet wird, allgemein ist sie unsicher, ja sogar fast verängstig, da sie praktisch das „Mobbing-Opfer“ der Schule ist. Sie wird wirklich gemein fertig gemacht, wo sie doch selbst so viele eigene, schlimmere Probleme hat. Trotzdem wird sie nicht weinerlich oder depressiv, nein, sie bleibt sympathisch und zusammen mit Rose ein unschlagbares Team. Denn die beiden lassen sich von sowas nicht wirklich runterziehen, sondern schlagen zurück ;)

Dimitri…ja…Dimitri. Was soll ich denn zu dir schreiben? Eigentlich war er mir im ersten Part des Buches ziemlich egal. :D Nein, also er war ganz cool, mit seiner Geschichte. Es war klar, dass kein YA Fantasy Buch ohne Liebesgeschichte auskommt, aber diese hier ist erstaunlich hintergründig, was mir ehrlich gesagt viel besser gefallen hat. Es war süß, mal dieses richtige, langsame verlieben mitzubekommen, auch wenn dadurch eben die romantischen Momente sehr sparsam angelegt waren. Dafür aber umso schöner und glaubwürdiger. Und naja…da gab es diese eine Szene…die war…ähhh….wie soll ich es sagen…ungeplant? :D Nein, lasst euch überraschen, aber ich fand, es war eine gute Liebesgeschichte, die gerade so viel Raum bekommen hat, wie sie brauchte.

Bis ich allerdings so positiv eingestimmt war, hat es etwas gedauert. Denn obwohl der Plot für so wenige Seiten, so vielseitig, spannend und interessant war, so hat der Stein doch etwas gebraucht um ins Rollen zu kommen, sodass ich den Mittelteil etwas langatmig fand. Aber auf den letzten 150 Seiten konnte ich mich die Geschichte richtig packen, mitreißen und überraschen. Und als ich fertig war, dachte ich zuerst: Vielleicht mag ich dieses Buch ja doch. Und dann: Wo bekomme ich die restlichen 5 Bücher her?

Insgesamt hat mich das Buch nach anfänglichen Startschwierigkeiten doch überrascht, mit einer leichten, witzigen, aber auch ernsten und spannende Story. Ich habe die Charaktere lieb gewonnen und mich in diese Welt, die Mead erschaffen hat, verliebt! Trotzdem war es eben kein rundum perfektes Buch, weswegen ich aber trotzdem gerne 4 Sterne vergebe, und mir nun unbedingt die restlichen Teile kaufen gehe. Und natürlich den Film ansehen!


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